C1-Handballer der ESG verlieren gegen den VfL Gummersbach

Handball : Höhen und Tiefen gegen den Bundesliganachwuchs

Die C-Jugendhandballer der ESG haben gegen den Bundesliganachwuchs des VfL Gummersbach mit 21:40 (9:19) verloren. Im Spiel gegen den VfL startete die ESG vor einer stattlichen Zuschauerkulisse gut ins Spiel.

Der 1:5-Abwehrverbund verschob schnell und suchte zielgerichtet die Zweikämpfe. Im Angriff ergaben sich gute Torchancen. Über 2:2, 3:6 stand es nach elf Minuten 5:6. Entgegen der taktischen Ausrichtung begann dann im Angriff das Eins-gegen-eins-Spiel, welches die Gummersbacher zu einfachen Ballgewinnen nutzten und mit Tempogegenstößen mit einem 4:0-Lauf auf 10:5 davonzogen. Immer dann, wenn das Passspiel in der Breite mit konsequentem Anstoßen oder der ein oder andere Spielzug initiiert wurde, gelang der Torerfolg. Leider wurden jedoch einige Angriffe von den starken Gästen immer wieder durch schnelles Umschaltspiel mit Gegenstoß oder erster Welle konsequent bestraft. Über 6:13, 7:15, 8:18 wurden mit 9:19 die Seiten gewechselt.

Nach der Pause hatte die Eschweiler Mannschaft zehn Minuten einen kollektiven Tiefpunkt, konnte klarste Torchancen nicht verwerten, verlor unnötig im Angriff den Ball und bekam in der Abwehr keinerlei Zugriff auf den Gegner. Die Gäste konnten sich durch Ausnutzen der Eschweiler Fehler mühelos über 21:10, 28:11 innerhalb von zehn Minuten auf 35:12 absetzen. Negativer Höhepunkt war die rote Karte nach 34 Minuten gegen Phillip Schwartz.

Nach Team-Auszeit fing sich die Mannschaft in der letzten Viertelstunde wieder und zeigte nach einigen Umstellungen eine überzeugende, kämpferische Schlussphase. Lennart Kühn ordnete den Angriff auf Rückraummitte und setzte seine Mitspieler uneigennützig in Szene. Rechtsaußen Bennett Otto und Rik Binczyk vom Kreis vollendeten die herausgespielten Chancen und die Angriffe wurden konsequent abgeschlossen. Das Umschaltspiel in die Abwehr funktionierte wesentlich besser, so dass der Bundesliganachwuchs in den Positionsangriff gezwungen wurde. Mit einem 9:5-Ergebnis konnten die Indestädter die Schlussviertelstunde für sich entscheiden und somit das Ergebnis des unter guter Schiedsrichterleitung stehenden Spiels auf 21:40 verkürzen.

„Immer wenn wir die vorgegebene Marschroute mit Zweikampfstärke und schnellem Passspiel umgesetzt haben, konnten wir das Spiel auf Augenhöhe gestalten. Sobald wir diese jedoch verlassen haben, unsere Spielordnung aufgegeben und dem Gegner Tempogegenstöße oder die erste Welle ermöglicht haben, waren wir ohne Chance. Leider haben wir durch die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit und acht vergebene klare Chancen ein knapperes Ergebnis verspielt. Sehr stark war die Anfangsphase und Schlussviertelstunde, die uns nochmals Alternativen aufgezeigt hat, auf die wir aufbauen können“, so das Trainerteam Tim Großmann und Stefan Graaf nach dem Spiel.

Bereits am 13. Januar geht es zum Auswärtsspiel nach Gelpe-Strombach.

Aufstellung/Tore: Tor Jonas Bogdoll (2 Paraden); Feld: Lennart Kühn (4/3), Nils Imdahl (1), Felix Pütz (1), Simon Herzog (3), Rik Binczyk (2), Philipp Schwartz (1), Tim Fleck, Bennett Otto (6), Thomas Hoffmann, Niels Styrnik (2), Lennert Graaf (1).

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