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Eschweiler: Büttenredner: So jung und schon so jeck

Eschweiler : Büttenredner: So jung und schon so jeck

„Dem Nachwuchs eine Chance” lautet das Motto des Büttenredner-Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Aachen. Sechs junge Talente nahmen die Herausforderung an und bestanden diese mit Auszeichnung.

Denn die hochkarätige Jury musste lange beraten, bevor sie die mit Spannung erwarteten Ergebnisse verkündete.

„Eschweiler Löres”

Schließlich errang Stefan Rader aus Simmerath vor der Burgwächterin Maren Scherlinski den ersten Platz bei den Jüngeren. Der „Eschweiler Löres” Pascal Külzer teilte sich mit den Brüdern Christian und Nikolai Huppertz aus Monschau, dem einzigen Duo des Wettbewerbs, Platz 1 in der Klasse der Älteren. Hendric Mostert, Kinderpräsident der Eefelkank belegte als „Gnom von Hastenrath” um eine Nasenlänge geschlagen den dritten Platz.

Ehre wem Ehre gebührt: Vor „vollem Haus” und den strengen Augen und Ohren der sechsköpfigen Jury traten die Jungkarnevalisten in die Bütt.

Jahrelange Erfahrung

Doch trotz ihres geringen Alters blicken einige der Talente bereits auf jahrelange Erfahrung zurück. Nicht zuletzt Laura Eichenberg, Kinderpräsidentin des Alsdorfer Kinderprinzen, die schon zum dritten Mal die Moderation des Wettbewerbs übernahm.

Als erste bat sie die elfjährige Maren Scherlinski auf die Bühne. Die Burgwächterin berichtete dem staunenden Publikum von Tante Trautchen und stellte klar: „Zu Huus, do is jet los”. Glücklicherweise hat Oma aber alles im Griff. „Berg alaaf” rief sie zum Abschluss ihres Vortrags, der starken Applaus erntete.

Bohnen vor dem Pastor

Mit Stefan Rader (9 Jahre) von den „Kiescheflitscher” aus Rurberg ging dann der zweitjüngste Teilnehmer an den Start. Der „Karnevalsfastprofi”, der bereits seit seinem vierten Lebensjahr im närrischen Treiben mitmischt, hatte Bohnen gegessen, und dies bereitete vor allem dem Herrn Pastor und dessen empfindlicher Nase einige Schwierigkeiten.

Das Monschauer Brüderpaar Christian (15 Jahre) und Nikolai Huppertz (8 Jahre) eröffnete den Reigen der Älteren und gab Schulerlebnisse zum Besten. Als Christian sich einmal verspätete, verzichtete er auf eine Entschuldigung: Schließlich hatte sein Vater ihm erklärt, zum Lernen sei es nie zu spät.

Dass im „Dörp immer jet los is” ließ der „Gnom von Hastenrath” Hendric Mostert (12 Jahre) wissen. Und auch sein letzter Fahrradkauf verlief nicht ganz alltäglich.

Der älteste Teilnehmer, Narrengardist Pascal Külzer (16 Jahre), brachte die Zuhörer zum Abschluss noch einmal so richtig in Schwung. Vor allem Onkel Guido, der in „Spananien” einem wilden Stier zwar nicht mutig, aber dennoch erfolgreich entgegengetreten war, begeisterte.

Schwere Entscheidung

„Ihr habt uns die Entscheidung sehr schwer gemacht” lobte der Landrat alle Teilnehmer nach der Beratung der Jury. „Es ist bemerkenswert, dass einige sehr junge Menschen den Mut haben, aufzutreten, und sich die Mühe machen, eine solche Rede zu verfassen”, so Carl Meulenbergh weiter.

Zur Belohnung und als Zeichen, dass alle sechs Teilnehmer Sieger waren, werden die „Jungbüttenredner” beim Kinderprinzenempfangs des Kreises oder auch beim Prinzenempfang noch einmal zu hören sein.