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Eschweiler: Bohl: Theater auf Burg Wilhelmstein

Eschweiler : Bohl: Theater auf Burg Wilhelmstein

Mittwoch dieser Woche, 10 Uhr: Die Turnhalle der Grundschule Bohl ist gefüllt mit Kindern, Lehrern - und jeder Menge Lampenfieber. Grund für dieses mulmige Gefühl: Am Dienstag, 15. Juni, werden die Erst- bis Viertklässler ihr Theaterstück „Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren” aufführen.

Die angespannte Stimmung ist verständlich. In diesem Jahr treten die Jung-Schauspieler, -Tänzer und -Sänger auf Burg Wilhelmstein auf. Und das ist schon etwas ganz Besonderes.

„Seit 16 Jahren bereiten wir nun jedes Jahr ein Theaterstück vor”, erinnert sich Schulleiter Ewald Leclaire, „und es fasziniert mich doch jedes Mal wieder, wie motiviert und konzentriert meine Schüler ans Werk gehen.”

Schauspieler und Requisite

Seit den Herbstferien haben sich die rund 170 Kinder der Grundschule Bohl, die bei dem Spektakel alle mitwirken, in Arbeitsgemeinschaften getroffen. Die einen wurden zu Schauspielern, die anderen bastelten für die Requisite. Wieder andere übten Lieder für das musikalische Theaterstück ein. Außerdem stellten viele Mütter in mühevoller Arbeit die bunten Kostüme, die die Kinder in schöne Tiere verwandeln, her.

Schulleiter Leclaire ist stolz, dass seine Grundschule die einzige Schule ist, bei der sich alle Schüler beim Theater-Projekt einbringen: „Die Klassen 2 bis 4 übernehmen die Schauspiel- und Gesang-Teile, aber auch die Erstklässler dürfen mitmachen und präsentieren einen tollen Tanz.”

Das Beste geben

An diesem Morgen heißt es noch einmal, das Beste geben, denn bis Dienstag ist nicht mehr viel Zeit. Also geht es nach einer kleinen Pause weiter.

So auch für Christoph aus der vierten, Philip aus der dritten und Dominik aus der zweiten Klasse. „Mir macht das sehr viel Spaß, weil ich gut auswendig lernen kann”, versichert Philip, der die Rolle des Esels übernimmt. Er hatte schon bei einigen anderen Theateraufführungen mitgespielt, wie dem Stück „Der kleine Tag”, mit dem seine Gruppe sogar schon einmal auf Burg Wilhelmstein gewesen ist.

Mutter mit Lampenfieber

Doch, auch wenn für ihn die Umgebung etwas bekannter ist als für Christoph und Dominik - sein Lampenfieber ist mindestens genau so groß: „Unsere Aufführung ist ja jetzt schon ausverkauft. Ich glaube ich werde nervös sein, wenn ich vor den ganzen Leuten spielen muss.” Bei Christoph sieht es hingegen völlig anders aus: „Nicht ich habe Lampenfieber, sondern meine Mutter”, lacht er.

Dominik mimt am Dienstag ein Kind, das von den Tieren das Schimpfen verboten bekommt. Doch, auch wenn ihm das Spielen jede Menge Spaß macht, ist eine Sache für ihn klar: „Ich fände es doof, wenn die Tiere uns Schimpfwörter verbieten würden, dann könnten wir ja gar nicht mehr reden.”

Dies heißt jedoch nicht, dass er sich nur mit Schimpfen verständigt. Nein, in ihrem Stück werden die frechen Kinder von der Eule Eulalia durch ihre Zauberkraft zum Schweigen gebracht. Nun liegt es an den Tieren, die Kinder wieder zum Sprechen zu bringen. Wie sie dies schaffen, erfahren diejenigen, die Karten für die Show auf Burg Wilhelmstein haben, am Dienstag, 15. Juni.

Wer nicht nach Wilhelmstein fährt, hat eine zweite Chance, beim Schulfest der Grundschule am Samstag, 19. Juni. Denn dann treten die Schauspieler, Sänger und Tänzer in ihrer Turnhalle noch zweimal mit ihrem musikalischen Theaterstück „Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren” auf.