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Eschweiler: Blausteinsee: Spaß statt Ärger

Eschweiler : Blausteinsee: Spaß statt Ärger

Weniger Dreck, Lärm und Stress als im vorigen Sommer, statt dessen mehr Spaß und Erholung soll der Blausteinsee in diesem Jahr bieten.

Geschäftsführer Dieter Kamp setzt auf Sauberkeit und Sicherheit. Nur eine Frage kann er noch nicht beantworten: Wird das Baden im See auch offiziell erlaubt? Im Gespräch ist das seit dem vorigen Jahr, als die See-GmbH vor der puren Masse der Erholungsuchenden kapitulieren musste. Eine Antwort auf die Bade-Frage soll es aber bald schon geben.

Für Sauberkeit und Sicherheit wird viel getan. Allein in den vergangenen Wochen wurden 80 neue Mülleimer aufgestellt. Ebenso sorgen Sicherheitskräfte dafür, dass die Sauberkeit und Ordnung am See erhalten bleiben.

Positive Resonanz auf Sicherheitsdienst

Im heißen August des vorigen Jahres hatte es einen Massenandrang am See geben, mit vielen negativen Begleiterscheinungen. Deshalb stellte die See-GmbH Sicherheitskräfte ein, die seit September 2003 regelmäßig den See bewachen. Nach Einführung des Dienstes erhielt die Blausteinsee GmbH viel positive Resonanz, versichert Geschäftsführer Kamp.

Zusätzlich wird nun der Bereich des Naturschutzgebietes am Ufer des Sees durch Zäune geschützt. „Der See ist kein rechtsfreies Gebiet”, so Kamp. Das bedeutet aber auch: Es ist jetzt nicht mehr möglich, direkt am Ufer rund um den See zu gehen.

Zehn bis 20 Prozent machen Ärger

Probleme bereiten nach den Erfahrungen von Kamp zehn bis 20 Prozent der Besucher des Sees. Um diese in den Griff zu bekommen, setzt die Blausteinsee GmbH auch in diesem Jahr auf die Rücksicht der Besucher. „Nicht nur Jugendliche sind es, die zum Beispiel mit ihren Mopeds für Ärger bei den Erholung suchenden Besuchern sorgen. Es kommt immer häufiger vor, dass benutzte Windeln oder kaputte Liegestühle an den Ufern des Sees hinterlassen werden”, weiß Geschäftsführer Dieter Kamp.

Zwischen Skatern, Radfahrern und den Landwirten, die ihre nahe liegenden Äcker versorgen müssen, hatte es im vorigen Jahr Konflikten gegeben. Kamp setzt auch hier auf gegenseitige Rücksichtnahme.

Viele Menschen schätzen die Gefahren des Sees falsch ein. Öfter kam es zu brenzligen Situationen, in denen Rettungsschwimmer eingreifen mussten. Manche Besucher unterschätzen die Kälte, die Weite und die Tiefe des Sees und schwimmen waghalsig los. Der Geschäftsführer der Blausteinsee GmbH macht sich besonders um die Kinder Sorgen: „Hoffentlich nehmen sie sich kein Beispiel an den Aktionen mancher Erwachsener.”

Wasserspiegel steigt weiter

Die Befüllung des Sees ist noch nicht abgeschlossen. Auch wenn die Fontäne in der Seemitte nicht mehr sprudelt - Wasser aus dem benachbarten Tagebau wird immer noch in den See gepumpt. Der Wasserspiegel wird bis zum nächsten Jahr noch weiter steigen.

Langfristig soll im Hafenbereich auch baulich ein Erholungszentrum entstehen. Geplant ist zum Beispiel ein Seerestaurant.