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Blausteinsee in Eschweiler: Fehlalarm löst Großeinsatz aus

Umfangreiche Suche : Fehlalarm löst Großeinsatz am Blausteinsee aus

Ein Zeuge alarmiert am Samstagabend die Feuerwehr: Im Blausteinsee sei ein Surfer in Not geraten. So war es aber offenbar nicht, wie sich nach einer umfangreichen Suche herausstellt.

Mit einem Großaufgebot haben Feuerwehrkräfte und die Polizei am späten Samstagabend am und im Blausteinsee in Eschweiler nach einem in Not geratenen Surfer gesucht. Gefunden haben sie ihn nicht, offenbar gab es nie einen Notfall.

Gegen 19.30 Uhr hatte ein Zeuge laut Feuerwehr den Großeinsatz ausgelöst. Er alarmierte die Kräfte, weil er beobachtet habe, dass ein Surfer sein Segel nicht aus dem Wasser bekam. Seinen Angaben zufolge eilte dem Surfer ein Stand-Up-Paddler zu Hilfe. Weiter habe er gesehen, wie der Stand-Up-Paddler ans Ufer gepaddelt sei, den Surfer habe er aus dem Blick verloren.

Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus, ein Hubschrauber kreiste über dem See, drei Motorboote gingen ins Wasser, wie Feuerwehrchef Axel Johnen erläutert. Zusätzlich hätten Fußeinheiten die Ufer und Parkplätze abgesucht – nirgends sei ein Hinweis auf ein Unglück zu finden gewesen. Auch die Drohneneinheit der Feuerwehr der Städteregion Aachen, die später hinzugerufen worden sei, habe keine Funde machen können. „Wenn es einen Unfall gegeben hätte, hätten wir etwas finden müssen“, sagt Johnen. Das Surfbrett zum Beispiel oder das Segel, diese seien schließlich unsinkbar.

Der Feuerwehrchef vermutet, dass sowohl der Surfer als auch der Stand-Up-Paddler schon vor dem Eintreffen der Kräfte das Wasser verlassen haben. Der Zeuge, der den Notfall gemeldet habe, habe sich in Neu-Lohn befunden. „Von dort aus ist der See schwer einzusehen“, sagt Johnen. Auch Hilferufe habe der Zeuge nicht vernommen – noch ein Hinweis darauf, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe.

Die ausgerückten Kräfte beendeten kurz vor Mitternacht ihren Einsatz. Zeitweise waren 60 Feuerwehrleute vor Ort.

(irmi/kit)