Bis zum 14. November insgesamt 30 Martinszüge in Eschweiler

Martinszüge : Ein edler Soldat in rotem Gewand reitet voran

30 Züge, 10 Tage – es ist Zeit von Sankt Martin. Rund um den Martinstag, den elften November, leben zahlreiche Kinder- und Jugendeinrichtungen den Brauchtum des Sankt-Martins-Umzugs.

Mit Laternen durch die Straßen ging es auch durch Hehlrath. Doch zuvor zelebrierte die Pfarre St. Cäcilia in der Kirche unter der Leitung von Pfarrer Dr. Rainer Hennes einen kurzen Wortgottesdienst, in dem die Geschichte von Martin von Tours erzählt und Lieder gesunden wurden. Martin war ein solidarischer Soldat der Kaiserlichen Garde von Amien. Im vierten Jahrhundert nach Christus traf er an einem harten Wintertag einen Mann vor den Stadttoren Amiens. Der Arme war mit Lumpen bekleidet und frierte. „Warum bietet ihm keiner Hilfe an?“, fragte sich Sankt Martin und teilte seinen eigenen Umhang, um den Mann zu wärmen. Die Blicke des Mannes hellten sich auf, aber auch das Herz von Martin war erfüllt.

Unterbrochen wurde die Erzählung in der Kirche St. Cäcilia von den bekannten Martins-Liedern: „Ich geh mit meiner Laterne“, „Sankt Martin“ und anderen. Zwar nicht das Original, aber ein edler Soldat in rotem Gewand stieg draußen aufs Pferd und ritt voran, als die Pfarre mit ihren Laternen durch das Dorf zog und musikalisch begleitet wurde. Angekommen am Martinsfeuer hellten sich die Augen der Kleinsten in den dunklen Stunden auf, ehe ein weiteres Highlight an der Kirche und am Kindergarten wartete. Zum Abschluss gab es große Brezeln, die dankbar in Empfang genommen wurden.

Bis zum 14. November werden weitere der 30 Martinszüge in Eschweiler durch die Straßen gehen und einem der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche gedenken.

(mah)
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