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Jülich: Bildungshaus: Zeichen der Hoffnung

Jülich : Bildungshaus: Zeichen der Hoffnung

Freude und Aufbruchstimmung hielten gestern Vormittag hinter den Mauern des ehemaligen Schlachthofs in Jülich Einzug. Unterstützt von willigen Helfern setzte Superintendent Klaus Eberl die ersten Spatenstiche ins lockere Erdreich.

Sehr bewusst auf den den evanglischen Buß- und Bettag gelegt, markierten sie den den Baubeginn des neuen Bildungshauses des Kirchenkreises Jülich. Das 1,1 Millionen teure und ausschließlich mit eigenen Mittel finanzierte Projekt wird mit seiner Fertigstellung im Herbst 2005 die Zentrale der evangelischen Bildungsarbeit in der Region werden.

Zentrale Bedeutung

Der Kirchenkreis sei „froh und stolz”, dieses Projekt zu verwirklichen, strahlte Superintendent Eberl. In wirtschaftlich angespannten Zeiten setze der Kirchenkreis damit ganz bewusst „ein Zeichen der Hoffnung”. Gleichzeitig dokumentiere das Haus die „zentrale Stellung der Bildungsarbeit im Kirchenkreis”, der in besonderem Maße die Kreissynode 2002 Rechnung trug.

Als geradezu ideal bezeichnete Eberl den Standort des Bildungshauses. Das ehemalige Schlachthofgelände liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Verwaltungsamt des Kirchenkreises und der Superintendentur. Auch ein weiterer Nachbar wird mit Freude erwartet. Ebenfalls auf dem Gelände wird das Stammhausprojekt realisiert, eine Wohneinrichtung für behinderte Menschen. Baubeginn dieses Projektes, das wie das Bildungshaus von dem Architekturbüro Theo Cohnen konzipiert wird, ist im Januar 2005. „Das passt gut zusammen”, sieht Eberl der künftigen Türnachbarschaft freudig entgegen.

Das Bildungshaus wird die bisher im Kirchenkreis verstreut liegenden Referate unter einem Dach vereinen, und zwar die Referate für Jugend, Erwachsenenbildung und Schule sowie die Kindergartenberatung und die Erziehungsberatung des Diakonischen Werks, die von der nahe gelegenen Düsseldorfer Straße umziehen wird. Die Konzentration wird, so Eberl, nicht nur der besseren Zusammenarbeit dienen, sondern langfristig Geld sparen durch den Wegfall von Mieten und Fahrkosten.

„Viel Leben und Ideen, wie Bildungsarbeit in der Region geleistet werden kann”, gab Eberl dem Bildungshaus als frommen Wunsch mit auf den Weg.

Grund zum Strahlen hatte auch Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel. Aus städtebaulicher Sicht werde hier die Verbindung Innenstadt-Rurufer geschlossen. Das Bildungshaus an dieser Stelle zu verwirklichen, „ist eine gute Entscheidung für Sie und eine gute Entscheidung für die Stadt”.