Sommerfest: Biker für soziales Engagement Eschweiler feiern bei Benefizveranstaltung

Sommerfest : Biker für soziales Engagement Eschweiler feiern bei Benefizveranstaltung

„Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.“ Das trifft wohl besonders auf die Indestadt zu, doch den Bikern für soziales Engagement reicht das nicht. Zum sechsten Mal feierten sie ihr Sommerfest, Gutes sollte nicht nur den Gästen widerfahren, sondern vor allem zwei gemeinnützigen Einrichtungen.

 „Wir möchten den Leuten helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, fasst Andreas Nickel, President der Biker für soziales Engagement Eschweiler, zusammen, wofür sich sein Verein einsetzt. Das tut er konstant das ganze Jahr über mit verschiedensten Initiativen und Sammlungen, doch die größte Aktion ist wohl das Sommerfest mit seinen 800 bis 1000 Besuchern. In und um die Grillhütte wurde das weitläufige Gelände des Weisweiler Parks derart ausgenutzt, dass beinahe der Eindruck entstand, man sei auf einer Messe.

 Vielfältig war das Angebot selbst ohne das umfangreiche Live-Programm. Am Samstagnachmittag begrüßten zahlreiche Aussteller die ersten Gäste. Neben der kulinarischen Versorgung von herzhaft bis süß konnten sogar die Kleinsten auf dem Quadbike Platz nehmen und eine kurze Tour vom Weisweiler Driesch aus unternehmen. Schminken, Schmuck und Dekoration waren nur ein Teil der künstlerischen Fertigkeiten, die präsentiert wurden.

Tätowierer in der Grillhütte

Besonders war zweifelsohne das Treiben in der Grillhütte. Zwei Tätowierer hatten das Innenleben zum Körperkunst-Studio umfunktioniert. Die Nachfrage der Besucher war rege, in den ersten zwei Stunden hatten sich bereits mehr als eine Hand voll Leute unter die Nadel gewagt. Eine von ihnen war Kirsten, die extra aus dem Kreis Euskirchen zum Sommerfest der Biker gekommen war und sich mit ihrer Begleitung schon im Vorhinein entschlossen hatte, dass ein neues Tattoo den Körper verschönern soll.

 Verließ man wieder die Grillhütte, konnte man sich dann direkt noch ein Piercing zulegen. Der Ruf eilt den Bikern voraus, von weit her reisten die Gäste mitunter an – ein Mekka wurde der Weisweiler Park unter anderem auch für Menschen aus dem Schwarzwald und das Camping-Areal sorgte dafür, dass man sich um die Übernachtung keine Sorgen machen musste.

 Die Feier veranstaltete der Verein nun zum sechsten Mal – eine organisatorische Herausforderung. „Ein Jahr lang sind wir mit der Planung des Sommerfests beschäftigt. Etwa 15 Mitglieder unseres Vereins gehören zum Orga-Team und setzen sich neben Beruf ehrenamtlich für das Fest ein.“, beschreibt Nickel das Pensum des harten Kerns und ergänzt: „Gestern erst hat uns Technik und der DJ kurzfristig abgesagt. Zum Glück konnten wir schnell Ersatz finden, um das Fest trotzdem wie geplant durchführen zu können.“

Unterhaltung mit Live-Musik

 Was der Verein allerdings nicht in der Hand hatte, war das Wetter. Kapriolen drohten laut Vorhersage, und die kamen dann auch kurzzeitig. Gegen halb sechs goss es plötzlich wie aus Eimern. Das Gewitter näherte sich zum Glück des Veranstalters und der Gäste nicht dem Park, und so konnte das Sommerfest mit mehr oder weniger nassen Füßen weitergehen.

 Während der Aachener Stammtisch von Star Wars seine Runden drehte und ganz im Sinne des Cosplay die verschiedenen Figuren der Kult-Reihe originalgetreu darstellte, sorgte auf und vor der Bühne Live-Musik für Unterhaltung und Abwechslung. Mit dabei waren Joy Andersen, Jermaine, Marc Maree mit Seelenwerk, Uwe Engel, die Woodpeckers, Grey Pearls und 12 feet over. Der Spagat zwischen verschiedensten Musikgenres wurde gewagt, beginnend mit Schlager wurde es von Stunde zu Stunde rockiger.

 Die eigentliche Motivation hinter dem Sommerfest schien bei all dem, was geboten wurde, in den Hintergrund zu treten, doch natürlich tat sie das letztendlich nicht: Als Benefizveranstaltung gingen die Erlöse des Sommerfests an zwei gemeinnützige Einrichtungen: Das Hospiz-Haus Hörn und das Kinderhospiz Sonnenblume Aachen. Schon während des Sommerfestes erhielten die Einrichtungen vorab eine Summe, die anschließend aufgestockt wurde. Und am Ende freute sich Andreas Nickel über einen neuen Kontakt: „Kiiki hat uns angesprochen, bald werden wir ebenso mit der Ambulanten Kinderintensivpflege aus Stolberg zusammenarbeiten.“

(mah)
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