Eschweiler: Bewegung: Die preiswerteste und effektivste Medizin fürs Herz

Eschweiler: Bewegung: Die preiswerteste und effektivste Medizin fürs Herz

Bis zu 300.000 neue Fälle von Herzschwäche treten in Deutschland jedes Jahr auf. Allein im Eschweiler St.-Antonius-Hospital werden - statistisch auf die Einwohnerzahl berechnet - jährlich 458 Patienten mit Herzinsuffizienz behandelt.

Grund genug für Prof. Dr. Uwe Janssens, Chefarzt der Klink für Innere Medizin am Eschweiler Krankenhaus, zusammen mit den Oberärzten Dr. Christof Stortz, Dr. Thomas Schimpf und Dr. Andreas Niedeggen im Talbahnhof eine entsprechende Informationsveranstaltung mit Gelegenheit zu Fragen für interessierte Bürger anzubieten. Diese fand im Rahmen der Herzwoche statt, einer bundesweiten Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung.

Ziel der vier Referenten war es dabei vor allem, ihren Zuhörern das recht komplizierte Thema ohne viele medizinische Fachbegriffe verständlich zu machen.

Großen Einfluss auf die Krankheitsentwicklung hat die medikamentöse Behandlung, bei der im Gegensatz zu den meisten anderen Krankheiten möglichst viele Medikamente verabreicht werden. „Es ist wichtig zu wissen, was man für Tabletten bekommt!”, appellierte Dr. Schimpf an die Zuhörer. Die Therapie hängt dabei nicht vom Geldbeutel ab, versicherte Professor Dr. Janssens: „Das ist keine Frage der guten Versicherung.”

Er verdeutlichte aber auch, dass aber besonders der Lebensstil entscheidenden Einfluss auf die Erkrankung nimmt: „Es gibt kein Medikament, das eine so große Verbesserung der Lebensqualität nach sich zieht wie regelmäßige Bewegung”, sagte er. Dosiertes Ausdauertraining, traditionelle Mittelmeerküche und der Verzicht auf Rauchen und große Mengen an Alkohol seien hierbei die entscheidenden Faktoren.