Eschweiler: Bespuckt, beleidigt, getreten, geschlagen: Paar attackiert Polizei

Eschweiler: Bespuckt, beleidigt, getreten, geschlagen: Paar attackiert Polizei

Schwieriger Einsatz für Eschweiler Polizisten: Als sie versuchten, am Mittwochabend in Weisweiler ein streitendes Paar zu trennen, gingen die beiden auf die Beamten los. Diese konnten die betrunkenen Streithähne zwar festnehmen, mussten aber Spuckattacken, Tritte und wüste Beleidigungen einstecken. Dass beide blutverschmiert abgeführt wurden, hatten sie sich aber selbst zu verdanken.

Gleich mehrere Anwohner eines Mehrfamilienhauses auf der Hauptstraße hatten die Polizei alarmiert. Aus einer Wohnung drangen Schreie und Möbel würden zertrümmert, so die Aussage der Nachbarn gegenüber der Polizei.

Als die Polizei kurze Zeit später eintraf, schlugen sich ein Mann und eine Frau im Innenhof des Hauses. Ihre Kleidung war blutig, bei beiden waren Schnittwunden zu erkennen. Von einem Messer war zuerst jedoch nichts zu sehen.

„Sichtlich alkoholisiert haben sich beide richtig in Rage geschlagen, wobei die Aggression eindeutig von der Frau ausging“, beschreibt der Polizeibericht die Situation. Eine Polizistin und ihr Kollege versuchten, die Streitenden zu trennen. Dabei wurden sie zur Zielscheibe der Wut des 28-jährigen Mannes und der 27-jährigen Frau.

Mit extremer Aggression gehen sie auf die Beamten los - darunter Spuckattacken, Tritte und Schläge. Mit dem Schlagstock und Verstärkung durch weitere Polizisten konnten sich die Ordnungshüter gegen die Angreifer durchsetzen und sie festnehmen. Dabei musste dem 28-Jährigen sogar ein Mundschutz angelegt werden.

Auf dem Weg ins Polizeipräsidium wurden die Polizisten weiter beleidigt und bedroht. „Man werde die Beamtin vergewaltigen, die Familien umbringen, den Beamten die Kehle durchschneiden“ - nur eine Auswahl der Beschimpfungen aus dem Polizeibericht.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung wurde ein Messer gefunden, das als Tatwaffe in Frage kam. Die Wohnung „glich einem Schlachtfeld. Sämtliche Möbel waren zerschlagen, Scherben lagen auf dem Boden.“

Warum sich die Beiden stritten, ist noch nicht bekannt. Mehr noch: In einem ruhigen Moment sagten sie der Polizei, dass man sich gar nicht gestritten habe.

Zwei Polizisten wurden mit Prellungen verletzt, sie mussten nach dem Zwischenfall erstmal ihre Kleidung, voll Spucke und Blut, wechseln. Gegen die Streithähne läuft nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung und Widerstandes gegen Polizeibeamte.

(red/pol)
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