Eschweiler: Bei der 17. Classic-Tour ziehen rollende Schätzchen Blicke auf sich

Eschweiler : Bei der 17. Classic-Tour ziehen rollende Schätzchen Blicke auf sich

Fahrerlager-Atmosphäre inmitten der Indestadt. Als der Automobil-Club Eschweiler (ACE) am Samstagmorgen kurz nach 9 Uhr die 17. Eschweiler Classic-Tour an der Grabenstraße startete, waren schon eine Menge Oldtimerfans aus den Federn gekrochen, um sich das Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Eine Oldtimer-Modenschau inmitten der Fußgängerzone, bei der man viele alte mobile Schönheiten zu sehen bekommt.

Von 77 gemeldeten Teams starteten schließlich 75, zwei hatten wegen Krankheit abgesagt. Und alle, bis auf ein Team, das aufgab, kamen zwar müde und erschöpft, aber glücklich ins Ziel. Ja, alle Teams strahlten, als sie von der 140 Kilometer (Touristik), bzw. 155 km)(Tourensport) und 165 Kilometer (Sport) langen Strecke über die Ziellinie auf dem Marktplatz rollten und begeisternden Applaus der vielen Zuschauer erhielten. Da kam der eiskalt-prickelnde Schampus, den es für jeden Teilnehmer gab, gerade richtig.

Laufsteg Grabenstraße: Hier startete am Samstagmorgen die 17. Eschweiler Classic-Tour des Automobilclubs Eschweiler. Foto: I. Röhseler

Nach einer Tour größter Konzentration war nun Entspannung angesagt. „Herzlich Willkommen zurück“ meinte ACE-Sprecher Achim Krott, der die 17. Classic-Tour von Anfang bis Ende begleitete und jeden Oldtimer fachkundig und detailliert vorstellte.

Laufsteg Grabenstraße: Hier startete am Samstagmorgen die 17. Eschweiler Classic-Tour des Automobilclubs Eschweiler. Foto: I. Röhseler

Und es gab viele historische Raritäten, darunter unter anderem ein Mercedes Benz 190 B (Ponton, Baujahr 1956), ein Alfa Romeo 2000 GTAm (1976), ein Porsche 912 (1966), ein MG A MK II (1961), ein Jaguar XK 150 FHC (1959), ein Oldsmobile Toronado (1970) und ein Porsche 356 SC (1964) zu bewundern, morgens beim Start an der Grabenstraße und schließlich nach dem Zieleinlauf auf dem Marktplatz, wo sie begeistert vom ACE-Team unter dem Vorsitz von Arnold Packbier und vielen Zuschauern empfangen wurden.

Laufsteg Grabenstraße: Hier startete am Samstagmorgen die 17. Eschweiler Classic-Tour des Automobilclubs Eschweiler. Foto: I. Röhseler

Zuvor wird gefeiert. Nachher auch

Der VW Karmann Ghia (Baujahr 1969) zog genauso wie viele andere Cabrios auch alle Blicke auf sich. Nach einer schönen, aber anstrengenden Tour begrüßten ACE-Vorsitzender Arnold Packbier und sein Team die „Heimkehrer“ mit einem Glas Schampus. Der wunderschöne Porsche 356 SC, Baujahr 1964, sah aus wie frisch vom Band gelaufen. Ein Road-ster-Klassiker unter den Oldtimern: Armin und Anja Hess nahmen mit ihrem MG TF, Baujahr 1954, an der Classic-Tour teil.

„Es war eine sehr schöne Strecke, aber die Prüfungen waren schon sehr schwer“, erklärte Arnold Packbier. Peter Beckers und Bernhard Lutterbeck hatten alle drei Strecken (Touristik, Tourensport und Sport) ausgearbeitet, die wieder in die malerisch und landschaftlich schöne Eifel führten. 50 ehrenamtliche Helfer des ACE sorgten dafür, dass vom Start bis zum Ziel „alles glatt“ lief.

„Unseren Helfern gebührt ein Riesenlob. Ohne sie gäbe es eine solche Veranstaltung nicht“, freute sich Packbier über die tatkräftige Unterstützung seiner ACE-Mitglieder. „Die stehen auch bei Wind und Wetter parat! Genauso ein dickes Lob möchte ich der Familie Zittel aussprechen, die uns am Freitagabend in ihrem Autohaus zur Fahrzeugabnahme empfing und die Teilnehmer u.a. mit kulinarischen Grillspezialitäten verwöhnte. Das war schon ein toller Abend!“

Von Eschweiler führte die Tour per Chinesenzeichen zur ersten Prüfung auf den Dalli-Parkplatz in Stolberg. Von dort ging es weiter über Breinig, Venwegen, Lammersdorf, und Strauch nach Schwammenauel, wo man bei einem Stückchen Kuchen und einer Tasse Kaffee oder bei Suppe, einem kühlen Getränk und einem herrlichen Blick über den Rursee kurz die Seele baumeln lassen konnte, bevor es weiterging. Mit einem „frischen“ Bordbuch, das die Teilnehmer nun wieder per Chinesenzeichen nach Hause führen sollte.

Und wie das bei fast jeder großen Veranstaltung so ist, gibt es auch hier und da mal ein Problem. So erlebten die Touristik-Teilnehmer mitten auf der Strecke einen Probeeinsatz der Feuerwehr und mussten sich neu orientieren und eine Umleitung fahren. „Und auch in Zweifall mussten die Teams wegen einer Baustelle eine Umleitung fahren, obwohl die eigentlich erledigt sein sollte“, berichtete ACE-Mitglied Lars Dohmen.

Knifflige Zeit- und Gleichmäßigkeitsprüfungen gab es natürlich auch wieder, unter anderem hieß es: Slalomfahren auf dem oberen Parkplatz von Schwammenauel. Da war nicht nur höchste Konzentration und Geschicklichkeit bei den Fahrern gefragt, sondern auch die Beifahrer kamen ganz gehörig ins Schwitzen.

Weiter rollte die Oldtimer-Karawane Richtung Blens, Nideggen, Gey, Birgel, Gürzenich, Schevenhütte, Hastenrath in Richtung IGP Eschweiler, wo dann wieder eine schwierige Prüfung anstand. Bei allem Ernst stand aber für die meisten Oldtimerfreunde der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Am Abend stand dann in der Festhalle Dürwiß die Siegerehrung an.

Die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien kann man im Internet unter www.ac-eschweiler.de einsehen.

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