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Eschweiler: Bau-Ärger: Leere Kassen, leere Versprechungen

Eschweiler : Bau-Ärger: Leere Kassen, leere Versprechungen

Ende Februar rückten die Bagger an, um die Einmündung Phönixstraße/Stolberger Straße/Pumpe neu zu gestalten. Jetzt ist Gabriele Hesterkamp nervlich fast am Ende.

Weil die Männer des Landesbetriebs Straßenbau es Autofahrern, die aus Richtung Pumpe kommen, per Einbahnstraßenregelung unmöglich machen, die Aral-Tankstelle am genannten Knotenpunkt anzufahren.

Obwohl, so Hesterkamp, man ihr zuvor versprochen habe, die Zufahrt zu gewährleisten. „Nach massiven Einbußen in den vergangenen Monaten bricht uns diese Sperrung jetzt endgültig das Genick!”

Gabriele Hesterkamp wandte sich an Bürgermeister Rudi Bertram; der schickte das Ordnungsamt vor Ort. Das wiederum holte sich beim Landesbetrieb Straßenbau eine Abfuhr: „Weil im Einmündungsbereich eine Baustelle sei, sei es zu gefährlich, Gegenverkehr rechts abbiegen zu lassen”, zitiert Gabriele Hesterkamp. „Dabei ist der Knotenpunkt doch inzwischen nahezu frei!”

Sie vermutet Schikane hinter dem Verhalten des Landesbetriebs: „Die wollen von all ihren zuvor gemachten Zusagen nichts mehr wissen und schalten auf stur, weil ich denen seit Monaten immer wieder auf die Füße trete”, so die resolute Geschäftsfrau, die eventuell bald schon kein Geschäft mehr hat: „Seit Beginn der Bauarbeiten haben wir 259.180 Liter Kraftstoff weniger verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.”

Einen Teil ihrer Tiefkühlvorräte hatte Gabriele Hesterkamp vor einigen Wochen wegwerfen müssen: weil ein Bagger ein Stromkabel durchtrennt hatte und die Tankstelle drei Stunden stromlos war. „Da ist niemand für zuständig, einer schiebt die Schuld auf den anderen.”

Eigentlich sollte die Baumaßnahme bereits am 26. Juni abgeschlossen sei. Jetzt ist von Mitte Juli die Rede. Am 12. und 13. Juli werden die betroffenen Straßen komplett gesperrt: wegen Asphaltierungsarbeiten.