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Angebot in Dürwiß : Barfuß in Zeiten der Krise

Angebot in Dürwiß : Barfuß in Zeiten der Krise

In Dürwiß wurde jetzt in Zeiten der Corona-Krise ein Barfußpfad angelegt.

Pfarrer Wolfgang Theiler stellt eine Frage, die momentan unzähligen Menschen weltweit auf den Nägeln brennt: „Was können wir tun, wenn wir fast nichts tun dürfen?“ Sarah Ködderitsch weiß eine Antwort: „Barfuß gehen“. Die Küsterin der Kreuzkirche in Dürwiß entwickelte eine Idee gegen die Langeweile während der Corona-Krise, wegen der Spielplätze und Ausflugsziele derzeit nach wie vor geschlossen sind.

Kurzentschlossen legte sie gemeinsam mit Jugendmitarbeiter Armin Mannich und Tom Hermann von der Evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß einen gut zehn Meter langen Barfußpfad auf der Wiese vor dem Gotteshaus an der Konrad-Adenauer-Straße an, der mit den unterschiedlichsten Naturmaterialien ausgestattet ist. Weicher Rasen, harte Steine und feiner Sand sollen den Füßen von Menschen aller Altersklassen in Zukunft Wohlgefallen bereiten. Genau wie Felder mit Kies, Korken, Tannenzapfen und Blättern. „In Dürwiß leben viele Familien mit Kindern. Der Barfußpfad soll für diese zu einem Nahziel werden, das beim Spaziergang angesteuert werden kann“, erläutert Sarah Ködderitzsch. Und Pfarrer Wolfgang Theiler ergänzt: „Natürlich darf er nur einzeln und mit dem notwendigen Abstand begangen werden. Das versteht sich in Zeiten wie diesen von selbst!“

Am Donnerstag weihten die Pfadbauer, Pfarrer Theiler sowie die begeisterten jungen Barfußgeher Fiona Schneegaß und Marlon Ködderitzsch den Pfad nun ein und schlossen damit eine rund 72-stündige Aktion ab. „Wir haben einen Tag geplant, einen Tag die Materialien besorgt und einen Tag gebaut“, so Armin Mannich. Der Pfad soll eine kleine, aber willkommene Abwechslung im Alltag bieten, der nicht zuletzt für Kinder während der Corona-Zeit zuweilen sehr angespannt sei, sind sich die Barfußpfad-Verantwortlichen einig.