„basta“ sorgt a cappella für Farbe im Land: Band präsentiert im Talbahnhof eine seltene, aber geniale Kombination

„basta“ sorgt a cappella für Farbe im Land : Band präsentiert im Talbahnhof eine seltene, aber geniale Kombination

Ein Zuviel an Grau musste man von „basta“ noch nie befürchten. Beständig versorgen die fünf Jungs im besten Alter ihr Publikum seit Jahren mit lebensprallen Liedern, umwerfend komischen Geschichten und feinsinnigen Balladen und arbeiten so unentwegt an der kulturellen Kolorierung für eine „Bunte Republik Deutschland“.

Dass das a cappella, also nur mit Stimmen geschieht, ist dabei fast schon Nebensache. Ganze Orchester und Bands entstehen vor den inneren Augen und Ohren des Publikums. Auch hier ist es der musikalische Farbenreichtum, der souveräne Zugriff auf alle erdenklichen Genres und Stilrichtungen, der „basta“ so auszeichnet. Am Montag, 16. September, sind sie ab 20 Uhr im Talbahnhof zu sehen.

Nachdem sie bei ihrer letzten Show „Freizeichen“ mit dem Büroshanty „Cut, copy & paste“ begeistert haben, spendieren sie dieses Mal mit ihrer Dancenummer „Reggaeton im Altersheim“ eine weitere so unwahrscheinliche wie geniale Kombination zweier Welten.

Diese irrwitzigen und doch so passenden Kombinationen sind neben ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz so etwas wie „bastas“ Markenzeichen: „Kranke Männer“ verbindet klassischen Hardrock mit maskuliner Wehleidigkeit, „Mein Auto“ alpine Ländlerromantik mit einer satirischen Hymne auf des Mannes besten Freund – das Auto.

Apropos Satire: Dass Gesellschaftskritik bei der Band nie mit erhobenem Zeigefinger und Moralpredigten, sondern immer sympathisch und mit einem verschmitzten Lächeln dargereicht wird, ist ihre große Stärke. Die Musiker schmieren einem keinen Honig um den Mund. Dass es manchmal schwer ist, dieses Leben, davon wissen und singen sie. Aber sie zeigen , dass man das Recht hat, über all die Zumutungen zu schmunzeln. „Das Leben ist kein Wandtattoo“, heißt es bei ihnen, und dass dieser Satz schon fast selber zum Sinnspruch taugt, ist auch wieder eine so typische „basta“-Ironie.

Nein, die Band nimmt das Leben ernst und humorvoll zugleich, und das muss man ihnen erst einmal nachmachen. Sie gewinnen jeder schmerzlichen, traurigen oder auch nur banalen Situation einen neuen Blickwinkel ab und machen ihn damit schöner.

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