Eschweiler: Ausstellung : Träume, mitten aus der Kinderseele

Eschweiler: Ausstellung : Träume, mitten aus der Kinderseele

„Wer Kinder stark machen will, wer für ihre Rechte eintreten möchte, der muss sie sehen, muss ihnen zuhören, muss sich für sie und ihre Lebenswege interessieren.“ Dies steht auf der Willkommenstafel zur Ausstellung „Ich habe einen Traum“ die in der Sparkasse Marienstraße zu sehen ist.

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Hauses St. Josef holten Brigitte Averdung-Häfner und Christoph Häfner Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor die Kamera und ließen sie auf einem silbernen Sessel posieren. Dabei kamen 38 Bilder einzigartige Bilder zustande, unter denen die Lebensgeschichte, Verletzungen, Enttäuschungen, Erfolge und Träume der Abgebildeten zu lesen sind.

Neben momentanen und ehemaligen Bewohnern der Einrichtung kommen auch Betreuer und Erzieher zu Wort. Wie die vier Vertrauenserzieher Linda, Ulrike, Wiebke und Marco, die gemeinsam auf einem Bild posieren. „Wir träumen davon, dass Kinderrechte auf der ganzen Welt wahrgenommen und gelebt werden und dass alle Kinder in ihren Lebenswelten, an jeglichen sie betreffenden Entscheidungsprozessen beteiligte werden“, steht unter dem Bild.

Auch der 16-jährige Khalid aus Afghanistan hat vor der Linse Averdung-Häfners auf dem silbernen Sessel posiert. Er floh vor zwei Jahren aus seiner Heimat um Erat, einer Stadt in der Nähe der iranischen und turkmenischen Grenze, nach Deutschland.

Er kam in die Indestadt ins Haus St. Josef, wo er einen Schulplatz bekam und viele Freunde fand. Nebenbei lernte er in der Einrichtung kochen und die deutsche Sprache, die er bereits gut beherrscht. Mittlerweile wurde auch sein Asylantrag bewilligt. Sein größter Traum jedoch bleibt, dass auch seine Mutter, die noch in Afghanistan lebt, nach Deutschland kommen kann.

Wer selbst die Ausstellung besuchen möchte, hat noch bis Mittwoch, 7.Oktober, in der Sparkasse Gelegenheit dazu.

(tim)