Eschweiler: Ausstellung im Truck weckt Verständnis für Flüchtlinge

Eschweiler: Ausstellung im Truck weckt Verständnis für Flüchtlinge

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Gerade in den letzten Wochen kommen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland — und doch ist das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen noch weit entfernt vom Alltag der meisten Menschen in Deutschland.

Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo werden Besucher am Samstag, 3. Oktober, von 11 bis 17 Uhr, vor dem Talbahnhof auf dem Raiffeisenplatz in Eschweiler durch die multimediale Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ geführt. Sechs Räume befinden sich in dem 18 Tonnen schweren und 20 Meter langen Lkw.

Die Lebenssituation von Flüchtlingen aus dem Ostkongo wird mit Hilfe von kleinen Filmen, Hörstationen, Texttafeln und Gegenständen simuliert. Anhand von acht beispielhaften Biographien können Besucher das Schicksal von Flüchtlingen erleben. Dabei steht die westafrikanische Republik Kongo mit ihrer politisch-wirtschaftlichen Lage beispielhaft für eine weltweite Flüchtlingsproblematik.

Die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul hat den missio-Truck nach Eschweiler geholt. Eine Projektgruppe lädt alle Interessierten zum Besuch der Ausstellung ein und steht anschließend zum Gespräch und zum Austausch über das Erlebte bereit.

„Der Besuch dieser Ausstellung kann ein Anlass sein, um über dieses sehr aktuelle Thema nachzudenken und ins Gespräch zu kommen“ sagt Gemeindereferentin Steffi Sieger-Bücken. Über bestehende Angebote informieren, Besuchern das Schicksal von Flüchtlingen nahe bringen und sie für diese menschliche Ausnahmesituation sensibilisieren — das möchte die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul mit Hilfe des Missio-Trucks „Menschen auf der Flucht“.

Unterstützt wird sie in ihrem Anliegen von Mitarbeitern aus dem Haus St. Josef, vom Sozialdienst Katholischer Frauen und vom Sozialdienst Katholischer Männer. Auch sie stehen zum Gespräch und zur Information über Flüchtlingsprojekte und Flüchtlingshilfe in ihren Vereinen und Einrichtungen zur Verfügung. Ebenfalls ist eine Vernetzung und Vermittlung von ehrenamtlichem Engagement in Eschweiler geplant.

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