Eschweiler: Ausstellung: Der weibliche Körper ist ihr spannendstes Thema

Eschweiler: Ausstellung: Der weibliche Körper ist ihr spannendstes Thema

Bereits seit acht Jahren besucht die Indestädterin Claudia Jansen die Kunstwerkstatt von Alexander Göttmann. Nach einigen Teilnahmen an der „Art Open“ und mehrfacher Beteiligung an Gemeinschaftsausstellungen präsentiert sie nun erstmals ihre Werke unter dem Titel „Art de Femme - Act de Femme“ in einer Ausstellung in der Galerie Kunstwerkstatt im Gebäude des Hauptbahnhofs am Reigate & Banstead Platz 1.

Dort sind bis einschließlich Sonntag, 6. September, rund 25 Arbeiten von Claudia Jansen jeweils Samstags und Sonntags von 15.30 Uhr bis 19 Uhr (oder nach Vereinbarung) zu bewundern.

„Claudia Jansen ist eine Künstlerin von außerordentlicher Kreativität. Diese Kreativität artet hin und wieder in Chaos aus. Doch gerade dieses Chaos führt oft zu sehr positiven Ergebnissen“, beschreibt Alexander Göttmann seine Schülerin auch ein wenig augenzwinkernd. Diese hat sich künstlerisch in erster Linie der Aktmalerei verschrieben. „Akte stellen den Menschen dar. Und darin sehe ich den größten Sinn“, betont die Sprachlehrerin. „Natürlich sind auch Landschaften schön.

Für mich ist der menschliche Körper, und dabei vor allem der weibliche, aber das spannendste Thema“, sagt Claudia Jansen. Eine unerlässliche Voraussetzung, um gute Akte malen zu können, seien natürlich profunde Kenntnisse der menschlichen Anatomie. „Und diese müssen bis zum kleinsten Muskel reichen“, unterstreicht die Künstlerin. „Ein Gesicht, einen Mund, aber vor allem eine Hand genau zu treffen, ist sehr schwierig. Es bedarf oft vieler Vorzeichnungen, bis eine Zeichnung auf den Punkt sitzt“, bekennt die Malerin, die es nach dem Abitur nach Paris, in die Bretagne und schließlich in die Normandie zog, bevor sie ihr Weg im Jahr 2000 zurück in die Indestadt führte.

Dort lernte sie im Jahr 2007, eher zufällig, Alexander Göttmann kennen. „Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung war und ist er natürlich prädestiniert, mich in Sachen Maltechnik zu schulen“, macht die Schülerin, die in der Vergangenheit sehr viel mit Pastellkreide arbeitete, inzwischen aber auch mit Acrylfarben experimentiert, ihrem Lehrer ein Kompliment. Wobei sich Claudia Jansen nicht auf einen Stil festlegen, sondern möglichst viel ausprobieren möchte.

Mit Kreativität eben, die laut Alexander Göttmann niemals reglementiert werden dürfe. „Deshalb arbeite ich auch immer an fünf bis sechs Werken gleichzeitig“, schmunzelt die Malerin, die recht spät den Weg zur aktiven Kunst fand. „Ich kannte zwar jedes Museum in Paris, benötigte aber einen Anstoß, um selbst zu Stift und Pinsel zu greifen. Dieser kam, als ich während meiner Schwangerschaft vom Arzt quasi ruhiggestellt wurde. Eine Freundin, die Malerin war, brachte mich dann auf den Gedanken, es einmal selbst zu probieren.“

Der Beginn eines Weges, der nun zur ersten eigenen Ausstellung führte. Und eine Fortsetzung ist alles andere als ausgeschlossen. „Ideen und halbfertige Bilder sind ausreichend vorhanden“, blickt Claudia Jansen nach vorne.

Doch zunächst steht bis zum 6. September „Art de Femme - Act de Femme“ im Blickpunkt. Während der dann stattfindenden Finissage wird übrigens deutlich werden, dass die künstlerische Ader in der Familie liegt. Tochter Jeanne wird die Gäste nämlich gesanglich unterhalten.

(ran)