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Eschweiler: Ausrichter SCB mit Titelkämpfen zufrieden

Eschweiler : Ausrichter SCB mit Titelkämpfen zufrieden

Die 17. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ist Geschichte. Rhenania Eschweiler entthronte Ligakonkurrent Germania Dürwiß und trug sich bereits zum vierten Mal in die Siegerliste ein.

Am Ende zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Zu Recht. Nach einem mäßigen Auftakt am Samstag legten Eschweilers Fußballamateure am Sonntag dann doch noch richtig los und boten tollen und spannenden Sport.

Dabei kochten die Gemüter ab und an (zu) hoch. Kurzfristig drohte gar Mit-Organisator Helmut Brief mit seinem Rückzug, sollte sich Matthias Hillemacher, der an diesem Wochenende Rhenania Eschweiler coachte, nicht bei ihm entschuldigen. Tat der schließlich - fair geht meistens eben doch vor. Und Emotionen gehören zur schönsten Nebensache der Welt einfach dazu.

Das sehen die Schiedsrichter anders. Einmal mehr standen sie gerade bei den Finalspielen im Mittelpunkt. Und einmal mehr wirkten sie in einigen Situationen nicht sehr sicher. Ihnen jedoch eine Niederlage ankreiden zu wollen, wäre unfair.

Unter den Spielern ging es sehr fair zu. Nachdem der Dürwisser Sven Baumann im Halbfinale den entscheidenden Neunmeter verschoss, klatschte der Rhenanen-Keeper ihn zum Trost ab. In den Pausen packten einige Lohner kurzerhand die Skatkarten aus und luden Dürwisser zum Mitspielen ein.

Insgesamt fielen 117 Tore an diesem Wochenende. Jeden Torschützen hier zu würdigen, würde den Rahmen sprengen. Drei haben es dennoch verdient: Stefan Tümmler von Germania Dürwiß sicherte sich mit sieben Treffern den Titel des Torschützenkönigs. Pascal Schneider vom Turniersieger brachte im Endspiel mit seinem 1:1 nicht nur sein Team zurück ins Spiel, sondern erzielte damit gleichzeitig das 2222. Tor in der Geschichte des Turniers.

Etwas Besonderes, weil Seltenes gelang dem St. Jöriser Kevin Nießen. Beim 4:1-Vorrundenerfolg über Falke Bergrath erzielte er das einzige Kopfballtor an diesem Wochenende.

Ebenfalls etwas Besonderes hielten die Hastenrather Preußen bei fast jedem Spiel bereit. In der Startformation standen nämlich stets zwei Brüderpaare. Thomas und Stefan Birtel und Daniel und Tobias Krieger begannen fast sämtliche Spiele.

Den traurigen Höhepunkt im Finale lieferte Guido Skorna, der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft der Menschen mit mentaler Behinderung. Nach einem mehr als rüden Einsteigen sah er die Rote Karte.

Alles andere als rot sah Ralph Willms, der 1. Vorsitzende des Ausrichters SCB Laurenzberg: „Wir sind sehr zufrieden. Im Jahr unseres 75. Geburtstages konnten wir das Turnier ausrichten und ich denke, das ist uns gut gelungen. Wir haben spannende Spiele gesehen und unsere junge Mannschaft hat sich sehr teuer verkauft.”