Eschweiler: Auftritt im „Gesangs-Pulli” ist das Eintrittsgeld wert

Eschweiler: Auftritt im „Gesangs-Pulli” ist das Eintrittsgeld wert

Wenn der Herbst die ersten Blätter bunt färbt, fahren viele Eschweiler zum Wandern und zu Weinfesten an die Mosel. Anders verhält es sich bei Horst Goerres: Der Moselaner mit Eschweiler Hintergrund kommt am Beginn des Herbstes zu einem sich alle zwei Jahre wiederholenden „Jour fixe” in der Indestadt.

Als Klavierbegleiter beim Volksliederabend von Geschichtsverein und Volkshochschule Eschweiler bewährte sich Goerres auch diesmal im proppenvoll besetzten Kulturzentrum Talbahnhof.

Bei der Begrüßung zitierte Leo Braun die allzu bekannten Verse des weniger bekannten Schriftstellers und Goethe-Zeitgenossen Johann Gottlieb Seume: „Wo man singt, da lass´ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder”.

Die schönste Note liefert jedesmal beim Volksliederabend die Erkenntnis: Das gute alte Volksklied, nach einer weniger guten Zeit der deutschen Geschichte wie manch anderes zu Unrecht aufs Abstellgleis gestellt, ist bei der Eschweiler Jugend lebendig.

Jedesmal das Einrittsgeld wert sind die Auftritte des Eschweiler Originals August Engels beim Volksliederabend! Sorgte einst der legendäre blaue Pullover von Trainer Udo Lattek für fußballerische Siegesserien, so sind die Darbietungen von August Engels in seinem „Gesangs-Pulli” immer ein mit einer gehörenden Prise Humor gewürzter Genuss. „Chapeau” (Hut ab) konnte man nur sagen ob seines Auftritts mit dem Chapeau claque!

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