Eschweiler: Auf nach Limburg: Halbtagesfahrt des Geschichtsvereins

Eschweiler : Auf nach Limburg: Halbtagesfahrt des Geschichtsvereins

Der Eschweiler Geschichtsverein unternimmt am Samstag, 17. März, eine Halbtagesfahrt in die Provinz Limburg. Treffpunkt zur Abfahrt ist um 13 Uhr der Parkplatz Jahnstraße (Schwimmhalle); gegen 19 Uhr ist die Rückkehr geplant. Die Führung übernimmt Armin Meißner,.Anmeldung sind ab sofort bei Gabriele Müller, Telefon 36578 (jeweils ab 14 Uhr) möglich.

Die Kirche St. Salvius ist hervorgegangen aus einer Eigenkirche der Herren von Limbricht. Von der ursprünglichen Saalkirche des 11. Jahrhunderts sind große Teile erhalten. Christian, Herr zu Limbricht und sein Bruder Friedrich, Pastor in Limbricht und Dekan an St. Severin in Köln, fügte im 13. Jahrhundert einen neuen Chor an. In diesem Chor wurden bei Restaurierungsarbeiten 1977 Fresken aus der Erbauungszeit entdeckt, die Szenen aus dem Leben Jesu und eine Darstellung des Jüngsten Gerichts umfassen.

Sowohl in der Architektur des Chores als auch in der Malerei ist ein Einfluss zeitgenössischer Kölner Kunst unverkennbar. Niederländische Kunsthistoriker zählen St. Salvius zu den hundert bedeutendsten Monumenten ihres Landes. Gleich nebenan liegt das Kasteel, zu dem die spätere Pfarrkirche einst gehörte. Über dem Hügel einer hochmittelalterlichen von breiten Wassergräben umgebene Motte ließ der damalige Herr von Limbricht 1622 bis 1630 ein Schloss im Stil der Maasrenaissance errichten, gleichzeitig entstand die geräumige Vorburg.

Auch die Millener Kirche war zunächst eine Eigenkirche der auf der heute verschwundenen Burg sitzenden Herren von Millen. Die ältesten noch gut erhaltenen Teile datieren auf die Zeit um 1000. Nachdem die Herren von Millen Anfang des 12. Jahrhunderts die Kirche dem Benediktinerkloster Siegburg geschenkt hatten, erfolgte die Umwandlung in eine Propstei.

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