Eschweiler: Auf „mir fällt nichts ein“ folgen viele tolle Ideen in der Projektwerkstatt

Eschweiler: Auf „mir fällt nichts ein“ folgen viele tolle Ideen in der Projektwerkstatt

Sie waren die Besten beim Sommerleseclub und zur Belohnung durften sie nun an einem Workshop zum Thema Schreiben teilnehmen. Die Schülerinnen und Schüler lernten am vergangenen Dienstag den Text- und Poetry-Slammer Markim Pause kennen, der den Schreib- und Performanceworkshop leitete.

„Mir macht es Spaß, die Menschen auf den Weg des Schreibens zu bringen, vor allem wenn ich sehe, dass es fruchtbar ist und sie Spaß haben. Das Alter ist dabei egal, aber bei den Kindern hier ist es toll, zu sehen, dass sich überhaupt noch so viele fürs Schreiben interessieren“, erklärte der Schriftsteller, der seine Workshops an Schulen, für Senioren oder an der Uni Düsseldorf anbietet.

Interesse am Schreiben hatten die jungen Gäste in der Stadtbücherei in jedem Fall. Schon zu Beginn herrschte aufgeregtes Gemurmel und beim ersten Kennenlernen stellte sich heraus, dass fast alle Jungen und Mädchen bereits Geschichten, Gedichte oder Tagebuch geschrieben haben. „Eine gute Voraussetzung“, befand Pause und begann gleich mit der ersten Schreibübung. Bei dieser ging es zunächst darum, Worte zu finden, die Kreativität zu aktivieren und sich untereinander besser kennenzulernen. Zunächst erfand jeder mit seinem eigenen Namen einen lustigen Satz, der dann für den Tischnachbarn zur Überschrift für eine kurze Geschichte wurde.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, die sich in Sätzen wie „mit meinem Namen ist das schwer“ oder „mir fällt nichts ein“ manifestierten, legten die Kinder später richtig los und einige verfielen in einen regelrechten Schreibfluss. „Das tollste ist, dass man hier auch etwas Lustiges schreiben darf“, erklärte Martin. Und was so geschrieben wurde, sollten dann auch alle hören dürfen, denn auch das Vortragen ist ein Ziel des Projekts, das in Kooperation mit dem „Jugendstil Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW stattfindet und vom Kultursekretariat sowie dem Ministerium für Familie, Kinder und Jugend des Landes NRW gefördert wird.

Nach der Einführungsphase wandten sich die Kinder und Pause dem eigentlichen Thema des Workshops zu. Auf der Basis ihres Lieblingsbuches, das sie vielleicht im Sommerleseclub entdeckt haben, sollten die Schüler beginnen, zu schreiben.

Dabei hatten sie völlige Freiheit, was die Gestaltung des Textes angeht. Es ging darum, der Kreativität freien Lauf zu lassen, Ideen anzuregen und die eigenen Texte, seien es Geschichten, Gedichte oder ein Rap, am Ende vorzutragen. „Am letzten Tag wird dann jemand kommen, der die Entwicklung und die Vorträge filmisch festhält“, informierte die stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei Ingrid Nicoleitzik.

Ein Grund mehr für die jungen Autoren, sich bei der Entwicklung der Texte Mühe zu geben und den Vortrag zu üben. „Denn vor allem wenn ihr etwas Lustiges schreibt, solltet ihr es so gut kennen, dass ihr nicht selber lachen müsst“, gab Markim Pause zu bedenken, nachdem es in der Einführungsrunde bei so manchem Text eine Lachpause gab. Die Kinder werden in jedem Fall viel Spaß mit ihrem „Lehrer“ haben und bei der Präsentation der Texte wird es sicherlich einige Überraschungen aus der Projektwerkstatt „Bookpusher“ geben.

(kaba)
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