Langerwehe/Eschweiler: Auf den „Tonspuren“ der Minnesänger und Troubadoure

Langerwehe/Eschweiler: Auf den „Tonspuren“ der Minnesänger und Troubadoure

Zum dritten Geburtstag der Konzertreihe „Tonspuren“ singt am Montag, 17. Juni, um 20 Uhr die niederländische Sopranistin Mirjam Wesselink de Barrientos im Töpfereimuseum Langerwehe. Sie wird vom russischen Gitarristen Michael Goldort teils auf der Gitarrenlaute, teils auf der romantischen Gitarre begleitet.

Das Konzert findet am „Tag der Musik“ statt, der immer Mitte Juni auf das reiche und mannigfaltige Musikleben in Deutschland aufmerksam machen will und vom MIZ, dem Deutschen Musikinformationszentrum, organisiert wird.

Gesang und Zupfinstrument

Schon im Altertum war die Kombination aus Gesang und einem Zupfinstrument eine beliebte Form des Musikgenusses. So entstand ein wahrer Schatz an prächtigen Kompositionen, die im späten Mittelalter von den umherziehenden Troubadouren und Minnesängern zu Papier gebracht wurden. Viele dieser Musiker fanden in den unruhigen Zeiten des 13. Jahrhunderts am Hof der Kunstmäzens Alfons des Weisen (1221-1284), König von Kastilien und León, eine Zufluchtsstätte. Von diesem spanischen Monarchen stammen die berühmten „Cantigas de Santa María“, eine Sammlung altiberischer Lieder, die sowohl maurische als auch deutsche und französische Einflüsse erkennen lassen.

Auch die späteren Balladen und Romanzen aus der Renaissance und schließlich das in der Zeit des Klassizismus entstandene Kunstlied finden ihren Ursprung im mittelalterlichen Idiom der Troubadoure.

Auf dem Höhepunkt dieser Entwicklung stehen im späten 18. Jahrhundert die Komponisten Sor und Giuliani, die mit ihrer Verknüpfung der klassischen Stilform und Akkordik mit frühromantischen Zügen ein neues Zeitalter einläuten: die Romantik.

Die „Tonspuren“ werden vom Förderkreis für das Töpfereimuseum Langerwehe veranstaltet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, Schüler und Studenten haben freies Zuhören. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Karten können unter Telefon 02423/4446 reserviert werden.

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