Quiznachmittag in der Pro-Seniore-Residenz: Auf den Spuren von Hans Rosenthal

Quiznachmittag in der Pro-Seniore-Residenz : Auf den Spuren von Hans Rosenthal

Wer ist denn da auf der Leinwand? Stück für Stück fügen sich die Puzzleteile zusammen und immer mehr Anwesenden wird klar, dass da natürlich die Sängerin Madonna zu sehen ist. So war einst eine der vielen Spielformen in der legendären ZDF-Sendung „Dalli Dalli“ und so war es auch in der Pro-Seniore-Residenz in der Odilienstraße am Donnerstag.

Die Mitarbeiter des Hauses hatten für insgesamt 50 Teilnehmer einen spannenden Quiznachmittag mit unterschiedlichsten Kategorien vorbereitet, die sich an der von Hans Rosenthal moderierten Sendung orientierten. 25 Hausbewohner und 25 weitere angemeldete Senioren diskutierten und grübelten, denn die einzelnen Spielrunden sorgten für jede Menge Abwechslung. Mal ging es um Musikausschnitte, dann mussten mit Hinweisen Personen erraten und schließlich Wahr-oder-Falsch-Fragen beantwortet werden.

Auf einem fertigen Spielbogen konnten die Senioren dann aus mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen. Carola Kischlat und ihre Kollegin Carolin Weber moderierten die Fragen an und sorgten dafür, dass auch jeder Teilnehmer gut die Aufgaben verstehen konnte. Auch Brigitte Greven, die bei Pro Seniore arbeitet, war über den Ablauf mehr als erfreut: „Das ist einfach eine schöne Abwechslung und ein spannendes Gedächtnistraining für die Teilnehmer. Auch der Austausch über die Antworten ist uns natürlich wichtig.“

Kurz stockt derweil in der Spielrunde der Ton – welche Melodie zu Miss Marple gehört, muss kurz verschoben werden. Kischlat reagiert flott und macht mit der nächsten Spielrunde weiter – klar, in keiner Premiere kann alles glatt laufen, das wusste auch Moderatorenlegende Rosenthal. „Wir müssen erstmal schauen wie alles funktioniert, aber das ist schon eine sehr gute Stimmung“, betont Greven, während vorne die Auflösung der letzten Fragerunde erfolgt. Tuscheln an allen Tischen, gegenseitig werden die Antworten verglichen. Eine richtige Wertung gibt es hier jedoch nicht – jeder Teilnehmer landet automatisch im Lostopf für die Gewinne.

Der Ehrgeiz fehlt trotzdem nicht, das ist sofort zu merken. Schon mit dem „Super Bingo“, das mittlerweile Tradition hat, zieht die Seniorenresidenz immer wieder viele Mitspieler an, nun könnte „Dalli Dalli“ als regelmäßiges Format noch dazukommen. „Da laufen direkt die Telefone bei uns heiß, wenn wir die nächste Spielrunde ankündigen“, verrät Greven und ergänzt: „Das ist wie ein neugeborenes Kind. Man ist natürlich aufgeregt.“ Ähnlich ist das an den Tischen: „Das ist richtig spannend und macht Spaß“, so Teilnehmerin Ute. Ihre Antwort fällt jedoch nur kurz aus – schließlich muss sie sich schon auf die nächste Runde fokussieren. Ob sie genug gereist ist, um die gesuchten Städte zu erraten, die zu den auf der Leinwand gezeigten Autokennzeichen gehören? So wird nicht nur Geselligkeit beim Spiel gefördert, sondern auch die grauen Zellen ordentlich auf Trapp gebracht.

Dagegen, dass der ein oder andere Hinweis auf die Lösung durch den Raum zu hören ist, wollen die Mitarbeiterinnen nicht einschreiten. Der Spaß soll schließlich im Mittelpunkt stehen und das gilt nicht nur für die Teilnehmer. Kischlat und Weber haben schon ordentlich Erfahrung im Moderieren beim Bingo gesammelt und können das jetzt ausspielen. Für sie ist es ebenso spannend zu sehen, wer der vielen bekannten Gesichter sich am besten durch die drei Spielrunden rät, die selbstverständlich von Kaffee und Kuchen begleitet sind. Da würde auch Hans Rosenthal am Ende sagen: „Das war Spitze!“

(cheb)
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