Eschweiler: Auch Eschweiler Wohnung durchsucht

Eschweiler: Auch Eschweiler Wohnung durchsucht

Auch wenn Schilder am Eingang der Stadt die Vielfalt betonen und Rassismus keinen Platz haben soll - auch in Eschweiler durchsuchte die Polizei am Donnerstagmorgen eine Wohnung im Zuge des Verbots der „Kameradschaft Aachener Land”.

Allerdings gaben die Behörden am Donnerstag keine Details darüber bekannt. Vielmehr präsentierte sie in der Stolberger Hauptwache das Gesamtergebnis der Durchsuchungen in der gesamten Region, das durchaus als schockierend beschrieben werden kann: Die Polizei stellte nämlich nicht nur rechtsradikales Propagandamaterial sicher, sondern auch zahlreiche Waffen. Ein ganzes Arsenal präsentierte Polizeipräsident Klaus Oelze. Offensichtlich war es den Behörden gelungen, die von langer Hand geplant Aktion geheim zu halten.

220 Polizisten waren am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in den Kreisen Heinsberg und Düren sowie in der Städteregion Aachen in den Razzien eingebunden. In Eschweiler sollen nach Informationen unserer Zeitung vier Beamte eine Wohnung durchsucht haben. Dabei sollen die Polizisten auf keine Gegenwehr gestoßen sein. Ohnehin habe nur einer protestiert, wie Oelze mitteilte.

Die Aktion soll die Strukturen der Rechtsradikalen in der Region zerschlagen. Auch in Eschweiler ist die rechte Szene aktiv, stößt aber auf großem Widerstand. Zunächst gelang es der Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis”, einen rechtsradikalen Verlag aus Dürwiß zu vertreiben, dann verhinderte sie eine angekündigte Nazi-Demo im Frühjahr.

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