Art Open am letzten November-Wochenende in Eschweiler

Kultur : Art Open lockt Kunstfreunde in die Indestadt

Seit nunmehr 16 Jahren ist sie fester Bestandteil der Eschweiler Kunstszene und begeistert über zwei Tage bis zu 2000 kunstinteressierte Besucher.

Am letzten November-Wochenende wird die Indestadt wieder zum kulturellen Anziehungspunkt für Menschen aus der Region – die traditionelle Art Open steht wieder an. Veranstalter ist Kulturmanager Max Krieger.

Insgesamt laden 80 Künstler an 22 Orten – rund um Rathaus, Marktplatz, Kirschenhof, Altstadt, drei Kirchen, Villa Faensen und zahlreiche Lokale und Ateliers in der Innenstadt – zur außergewöhnlichen Begegnung mit der Kunst ein. Und fast alle Stationen sind fußläufig erreichbar in einem Umkreis von circa 500 Metern. Zwei weitere attraktive Ausstellungsorte können bequem per Shuttle-Service erreicht werden. Zudem stehen wieder einige Sonderprojekte auf dem Programm: die Aachen Art Company präsentiert sich in der Herz-Jesu-Kirche; Alta Floresta/Brasilien zeigt eine Fotoausstellung im Rathausfoyer; „Enthüllungen – 13 Mäntel“ ist eine Ausstellung von Gerda Zuleger überschrieben, die am Samstag (je nach Wetterlage) auf dem Marktplatz zu sehen ist.

Ab 19 Uhr ist die Illuminierung der Peter-Paul-Kirche und eine Samba-Show geplant; Contcton, ein Freier Künstlertreff Eschweiler, bittet bereits am Freitag, 23. November, 20 Uhr, zur Vernissage in die Peter-Paul-Kirche; Märchenerzählungen gibt es dann am Sonntag, 25. November, 15 bis 17 Uhr, im Kirschenhof; und Ansichtssachen von Eckhard Pelky und Helmut Güldenberg (Videoperformance und Live-Musik) kann man in der Villa Faensen, jeweils ab 14 und 16 Uhr, erleben.

„Hortus Conclusus“ ist eine Ausstellung von Monika Jonas und Edith Bachmann überschrieben, die bereits ab Donnerstag, 22. November, 19 Uhr, in der Raiffeisen-Bank an der Franzstraße zu bewundern ist. Auch der Nachwuchs zeigt was er kann: Im Rahmen des Projekts Kunstdünger (Eschweiler Kunstförderpreis) zeigt eine junge Künstlergruppe ihre Werke im im Rathaus.

Nach der Eröffnung der Art Open im Ratssaal von Bürgermeister Rudi Bertram am Samstag, 24. November, um 10.30 Uhr im Ratssaal, beginnt die Kunstreise durch die Indestadt.

An folgenden Stätten präsentieren namhafte Künstler wie unter anderem Antonio Máro, Adria Moura, Antonia Fealizadeh, aber auch regional und lokal erfolgreiche kreative Köpfe wie Gerda Zuleger-Mertens, Rolf Klotz, Jochen Schmitz ihre Werke: Herz-Jesu-Kirche, Dürener Straße 259; Rathaus, Ratssaal; Rathaus, Foyer; Rathaus, Raum 2; Rathaus, Raum 7& 8; Atelier Einzelstück, Kolpingstraße 19; Markt 16, Marktplatz Eschweiler; St. Peter-und-Paul Kirche, Dürener Straße 29; Kirschenhof, Dürener Straße 27; Markt 11; Pflege- und Gesundheitsdienst Hagen, Markt 9; Rio, Schnellengasse 18; J. E. M. Fashion Store by Yakuza, Marktstraße 2; Fotohaus Brigitte Averdung-Häfner, Neustraße 4; Atelier Norri Heinen, Neustraße 19; Piano Lang, Englerthstraße 14; Dreieinigkeitskirche, Moltkestraße 1; Villa Faensen, Marienstraße 7; Marienstraße 48; Raiffeisen-Bank Eschweiler, Franzstraße 8-10; Atelier Rolf Klotz, Dreieckstraße 52.

Auf Initiative von Max Krieger, der bereits seit vielen Jahren eine intensive persönliche wie berufliche Beziehung zu Brasilien pflegt, entwickelte sich ein reger Austausch zwischen der Stadt Eschweiler und der Regenwaldkommune Alta Floresta im brasilianischen Bundesstaat Matto Grosso, deren Vertreter bereits vor zwei Jahren Eschweiler besuchten. Um diese Beziehung zu festigen, fand im März 2018 ein Gegenbesuch von Vertretern der Stadt Eschweiler statt, im Rahmen dessen eine Entwicklungspartnerschaft beider Städte zur Stärkung des Engagements für den Umwelt- und Klimaschutz und zum Ausbau der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen beschlossen wurde. Auf beiden Seiten des Ozeans wird bereits intensiv an ersten Projekten gearbeitet.

Die Fotoausstellung des Gastlandes Brasilien soll Eindrücke von der Natur, der Landschaft und den Menschen in der rund 60.000 Einwohner zählenden Stadt Alta Floresta vermitteln, die vor rund 40 Jahren mitten im Regenwald des Amazonasgebietes gegründet wurde. Sie zeugen von einer kurzen aber bewegenden Geschichte, von Pioniergeist und Wohlstand, aber auch von Abholzung, intensiver Landwirtschaft und wirtschaftlichem Niedergang.

(irmi)
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