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Eschweiler: „Art Open” als fröhliches Spektakel

Eschweiler : „Art Open” als fröhliches Spektakel

Kunst in Eschweiler wird sich immer mehr zum Imagefaktor entwickeln. So sieht das jedenfalls der Schirmherr der diesjährigen Art Open, Bürgermeister Rudi Bertram.

Und nach einhelliger Ansicht der insgesamt 33 Künstlerinnen und Künstler, die an 19 Standorten ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren, ist das auch genau der Zweck der Übung.

Also raus mit der Kunst aus der Einsamkeit der eigenen Werkstube und hinein in die breite Öffentlichkeit, von der der Kunstschaffende ja bekanntlich lebt. Galeristin Anita Engert stellte am Dienstag fest: „Die Einladung zur Art Open gilt nicht nur Eschweiler Mitbürgern. Sie gilt auch allen Fans der bildenden Künste aus der gesamten Region.” Nachdem die Kunstroute vorsichtigen Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr mehr als 2000 Besucher in die Galerien und Ateliers lockte, rechnen Organisatoren und Sponsoren auch in diesem Jahr wieder mit großem Publikumsinteresse.

Das stimmige Konzept aus dem vergangenen Jahr wurde jedenfalls übernommen, nur das Programm um einige wesentliche Punkte erweitert. Es gibt mehr zu sehen, die Zahl der teilnehmenden Kreativen ist gewachsen. Erstmalig trägt die Art Open durch die gute Kooperation mit den Kirchengemeinden Eschweilers auch eine Art Leitmotiv.

„Kunst und Kirche” gibt es unter anderem in der Friedenskirche, der Dreieinigkeitskirche und in St. Peter-und-Paul zu bestaunen. Es wird Werke christlicher und jüdischer Künstler im Einklang mit den Themen Toleranz, Vergebung und Sündenfall zu entdecken geben. Erfreulich auch, dass die Zahl der begleitenden Programmpunkte zunimmt. Noch mehr Musiker, Tänzer, Erzähler und Maler in Aktion beleben die Vernissagen zur diesjährigen Kunstroute durch Eschweiler.

Einer der Höhepunkte und bezeichnend für die wachsenden Qualitätsansprüche der Art Open-Macher ist in diesem Jahr die Teilnahme von Prof. Ludwig Schaffrath, der im St.-Antonius-Hospital ausstellt und persönlich zwei Führungen durch das Haus anbietet.

Interessant dürfte es am Sonntag zudem im Stadtparkhaus an der Kaiserstraße zugehen. Leuchtende Skulpturen gestalten Außen- und Innenräume und schaffen so eine elegante Verbindung zwischen Kunst und moderner Architektur. Als kleines Bonbon für die Besucher und Gäste der Art Open, die von weiter her anreisen, machen die beiden Hautsponsoren Rolf Tümmler und Walter H. Müller das Parken im Parkhaus am 14. November übrigens kostenlos.

Kulturmanager Max Krieger zeigt sich zuversichtlich im Einklang mit den Organisatoren und der Stadt die Art Open „zu einem stabilen und wiedererkennbaren Merkmal” Eschweilers zu machen. Kunst, darin sind alle Beteiligten sich einig, ist nachhaltige Wertschöpfung. Trotz aller Verschiedenartigkeit in Geschmacksfragen lassen sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln sehenswerte Ergebnisse erzielen, wenn alle an einem Strang ziehen.

Im Falle der diesjährigen „Einblicke in die Eschweiler Kunstszene” scheint dies mehr als gelungen. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung der Art Open 2004 findet am 14. November um 10.30 Uhr in der Dreieinigkeitskirche in der Moltkestraße statt.