Eschweiler: Ansturm auf den Hightech-Pass?

Eschweiler: Ansturm auf den Hightech-Pass?

Viele Bürger der Indestadt scheinen sich um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten nicht allzu viele Sorgen zu machen. Oder aber sie haben gar nicht vor, den neuen Personalausweis im Scheckkartenformat für Internetgeschäfte zu nutzen.

So oder so: Wenn der neue, bei Sicherheitsexperten in die Kritik geratene „Perso” am 1. November bundesweit an den Start geht, erwartet Justina Kindt, Leiterin des Bürgerbüros, reichlich Publikum. „Viele Bürger wollen den neuen Ausweis, sobald sie ihn kriegen können”, habe sie schon im Vorfeld erfahren.

Kleine Broschüren über die neue Identifikationskarte mit eingebautem Elektronik-Chip liegen bereits jetzt im Bürgerbüro aus. Wer seinen neuen „Perso” abholt, bekommt zudem ein mehrseitiges Dokument mit weiteren Informationen ausgehändigt.

Damit zum Start keine technischen Pannen passieren, hat die Bundesdruckerei das Bürgerbüro bereits einen Monat vor dem 1. November mit zehn sogenannten Änderungsterminals ausgestattet - Kartenlesegeräte, mit denen sich Adressdaten, Nachnamen und andere Angaben direkt vor Ort auf den neuen Ausweisen ändern lassen.

Will der künftige Inhaber seinen Ausweis für Onlinegeschäfte nutzen, braucht auch er einen Apparat. Das Kartenlesegerät, mit dem dann neben Geldtransfers auch digitale, rechtskräftige Unterschriften im Internet möglich sind, soll rund 30 Euro kosten.

„Einige Menschen haben schon Sorge um die Sicherheit ihrer Daten”, sagt Kindt. Laut einem Bericht der Tagesschau haben sie auch allen Grund dazu. Demnach war es Hackern ohne größere Probleme gelungen, die angeblich hohen Sicherheitsvorkehrungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zu umgehen, den PIN-Code des Ausweises zu knacken und Onlinegeschäfte fernzusteuern.

Bürgerbüroleiterin Kindt hat indes andere Sorgen: „Die Aufklärung der Bürger wird viel Zeit in Anspruch nehmen.” Insbesondere Senioren und Menschen mit Migrationshintergrund hätten einen erhöhten Beratungsbedarf. Für die erste Zeit wünsche sie sich deshalb deutlich mehr Personal, um die erwarteten Aufgaben bewältigen zu können.