Anregungen der Bürger in Bezug auf die K33 in Eschweiler abgelehnt

Baustelle K33/Jülicher Straße : Wünsche der Bürger nicht berücksichtigt

Die Anwohner an der K33/Jülicher Straße haben nun mehr Gewissheit, wie die Straße vor ihren Häusern und Betrieben ab dem kommenden Jahr umgestaltet wird. Nur: Der Großteil der Anregungen, die die Bürger an Verwaltung und Politik gereicht haben, werden zumeist aus rechtlichen Gründen in der Planung nicht berücksichtigt.

Das ist auf 16 Seiten niedergeschrieben – und hat die Fraktionen doch etwas überrascht und überfordert. Daher wurde der Tagesordnungspunkt im letzten Planungs-, Umwelt-, und Bauausschuss auf die nächste Sitzung im September verschoben.

Die Liste der Verwaltung ist im Folgenden zusammengefasst.

Radverkehr: Es wird keinen separaten Radfahrstreifen oder großzügigen Radschutzstreifen auf der Fahrbahn geben. Dazu fehlt der Platz auf der Straße und Gehwegen. Auch wird der Radverkehr nicht von der Hauptstraße auf Nebenstraßen verlegt. Aber auf Anregungen sollen die Radschutzstreifen an den Einmündungen rot gefärbt werden; und die Stadt lässt von der Städteregion prüfen, ob auch eine durchgängige Färbung des Streifens möglich ist. Mehr Sicherheit für Fahrräder werde nach Schilderung der Stadt die Kombination aus Schutzstreifen und Kreisverkehren gewährleisten, weil auf diese Weise Einmündungen wegfallen.

Tempo-30-Zonen: Rechtlich ist es nicht möglich, einzelne Abschnitte oder gar die gesamte K33 zu einer 30er Zone zu erklären. Eine zeitliche Beschränkung schließt die Verwaltung auch aus, weil die Umgestaltung generell für mehr Sicherheit sorgen werde. Indes lässt die Stadt prüfen, ob die Geschwindigkeit vor den Fußgängerüberwegen auf 30 reduziert werden kann.

Bedarfsampeln: Der oft genannte Vorschlag wird nicht aufgenommen. „Der Komfort eines Fußgängerüberweges ist im Vergleich für den Fußgänger höher, da keine Wartezeiten einzuhalten sind.“ Es gibt auch nicht an allen Überwegen genügend Raum, um Mittelinseln zu planen.

Schulweg: Die Verlegung des Überweges von Hausnummer 170 zu 172 auf der fußläufigen Route Richtung Grundschule führt nach Ansicht von Bürgern zu einem längeren Weg. Und das sorge wiederum aufgrund möglicher Abkürzungen über die Fahrbahn für ein Sicherheitsrisiko für die Kinder. Deswegen sollte der Überweg nicht verlegt werden. Den Wunsch lehnt die Verwaltung aber ab. Die Planung sei „sinnvoll“, weil eine „optimale Erkennbarkeit“ des Verkehrs gegeben sei.

Parkplatz Fuchshofweg: Dieser wird nicht für den Verkehr von der Jülicher Straße geöffnet.

Am Kleekamp: Die Straße wird entgegen der nahezu 100-prozentigen Mehrheit der Anwohner keine Einbahnstraße bleiben. Aber: Die Stadt will die Verkehrsströme im Nachhinein messen. „Sollte sich eine signifikante Erhöhung der Verkehrsbelastung zeigen, würde die Straße wieder als Einbahnstraße beschildert werden.“

Glasfaser: Der Netzbetreiber Regionetz werde den „Vollausbau“ durchführen, weil sämtliche Versuche bei den größeren Telekommunikationsunternehmen erfolglos geblieben seien. Regionetz und Stadt werden nun das Interesse an Glasfaseranschlüssen bei den Anwohnern abfragen.

Beratungscontainer: Der Vorschlag der SPD wird berücksichtigt. Wöchentlich soll es ein Beratungsangebot für die Anwohner geben, zu den Arbeitszeiten ist Fachpersonal vor Ort.

Rangierverkehr: Die Bedenken der Anlieger, die mit Traktor- und Lkw-Verkehr zu tun haben, werden berücksichtigt.

Flüsterasphalt: Der SPD-Vorschlag wird abgelehnt, weil a) Erfahrungswerte keine langfristige Verbesserung zeigten, b) die Entwässerung den Wunsch aus bautechnischen Gründen verhindern würde und c) die Unterhaltung teurer sei.

Umleitungsstrecke: Zusätzlich zur Hans-Böckler-Straße wünscht die CDU eine westliche Ring-Umfahrung. Der Vorschlag wird aufgenommen, weil die Umleitungen noch geplant werden.