Eschweiler: Amtsgericht: Anekdotenreiche Verabschiedung von vier Mitarbeitern

Eschweiler: Amtsgericht: Anekdotenreiche Verabschiedung von vier Mitarbeitern

Im Saal 17 des Amtsgerichts Eschweiler geht es üblicherweise sehr ernst zu. Doch bei der „nichtöffentlichen Sitzung“, die laut Aushang dort am Freitag anberaumt worden war, drang fröhliches Gelächter aus dem Sitzungssaal. Anlass war eine anekdotenreiche Verabschiedung von vier Mitarbeitern des Amtsgerichts

Ihre Entlassungsurkunden erhielten Justizamtsinspektor Günter Peters, Justizamtsinspektorin Doris Hilgers, Justizamtsinspektor Barthel Heibey und der Justizamtsrat Wilhelm Tack. Wie oft bei solchen Anlässen war diese Entlassung aus dem Dienst eine Mischung aus Wehmut, Anerkennung und humorvollen Erinnerungen.

Rainer Harnacke, der Direktor des Amtsgerichts, wies auf die vielen Arbeitsjahre der vier Neu-Pensionisten hin, die bereits in jungen Jahren ihre Ausbildung beim Gericht begonnen haben — Barthel Heibey und Günther Peters als 16-Jährige, Doris Hilgers sogar in Alter von 15 Jahren und einem Monat: „In Ihrer Personalakte fand ich ein Bild von Ihnen als 15-Jährige […] mit einer Bluse, deren Muster mich an Pril-Blumen erinnerte.“

Alle vier Pensionskandidaten kommen gemeinsam auf 192 Berufsjahre, davon 135 am Amtsgericht Eschweiler. „Ich als Familienrichter muss da anmerken: Welche Ehe hält schon 45 Jahre?“

Auch die Vorsitzende des Personalrats und eine Vertreterin der Richterinnen und Richter des Amtsgerichts bedankten sich bei den vier jetzt verabschiedeten Mitarbeitern. Es gab Blumen und kleine Geschenke und ebenso herzliche wie dankbare Worte.

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