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Amazon plant Neuanstellungen wegen Corona

Logistikzentrum Aachen-Eschweiler : Amazon plant Neuanstellungen wegen Corona

Unzählige Unternehmen trifft die Corona-Krise hart. Über Kurzarbeit oder Stellenstreichungen wird mancherorts nachgedacht. Anders ist es beim Online-Versandhändler Amazon.

Neuanstellungen sind geplant, und auch die Löhne sollen kurzfristig steigen. Deutschlandweit werden derzeit 350 zusätzliche neue Voll- und Teilzeitstellen wegen der zu erwartenden Mehrbelastung geschaffen. Wie viele davon auf das Logistikzentrum Aachen-Eschweiler entfallen, ist Amazon-Sprecherin Nadiya Lubnina zufolge noch nicht entschieden. Eine Entscheidung hängt von der Entwicklung der Siutation ab.

„Wir wissen, dass viele Menschen wirtschaftlich betroffen sind, da Arbeitsplätze als Teil dieser Krise wegfallen. Wir möchten diese Menschen in unseren Teams willkommen heißen, bis sich die Dinge wieder normalisieren und ihr früherer Arbeitgeber in der Lage ist, sie weiter zu beschäftigen“, erklärt Lubnina. Kurzfristige wie -zeitige Anstellungen seien möglich.

Der Versandriese priorisiert seit Mitte der Woche Medikamente und unerlässliche Haushaltsgüter, die er von seinen Lieferanten bezieht: „Viele Kunden haben keine andere Möglichkeit, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Aus diesem Grund priorisieren wir den Eingang von Waren, die Kunden aktuell am dringendsten brauchen.“ Das bedeutet auch, dass derzeit keine anderen Artikel bei den Lagern angeliefert werden dürfen – zunächst bis einschließlich 5. April. Für gewöhnlich bietet Amazon öffentliche Führungen durch seine Logistikzentren an. Darauf verzichtet der Konzern aktuell. Corona-Verdachtsfälle hatte der Versandhändler an seinem westlichsten Logistikstandort in Deutschland bislang noch nicht.