Eschweiler: Am Elften im Elften jeht et op dr Maat wirm rongk!

Eschweiler: Am Elften im Elften jeht et op dr Maat wirm rongk!

„Eischwiele Alaaf“ heißt es auch in diesem Jahr am Elften im Elften um 11.11 Uhr. Dann startet die Jupp-Carduck-Gesellschaft auf dem Marktplatz in die neue Session. Damit die Eschweiler Jecken richtig feiern können, hat sich die Gesellschaft, bestehend aus Karl-August „Äu“ Lersch, Guido Streußer, Werner Henkelmann, Michael Henkel, Klaus Delille, Christian Leuchter, Guido Adrian und Manfred Brandt wieder ein ganz besonderes Programm überlegt.

Natürlich gilt wie immer: Der Eintritt ist frei. Dabei sein werden die Tanzgruppe „Fame“ der KG Fidele Trammebülle sowie Tanzmarie Julia Krieger von der KG Rote-Funken-Artillerie und Juppi Küpper von der KG Narrengarde Dürwiß. Für musikalische Stimmung sorgen an diesem Tag neben den Mundartbands Indesingers und Stabelsjeck auch Puddelrüh, das Trompeterkorps „Die Weisweiler“ und die Weisweiler Klütteblöser. Einen Programmhöhepunkt garantiert die KG Prinzengilde Bergrath, die mit ihrer großen Wache aufmarschiert. Spätestens dann wird es eng auf der Bühne.

Damit die Auftretenden dennoch genug Platz haben, stellt die Gesellschaft in diesem Jahr eine größere Bühne zur Verfügung. Natürlich darf an diesem Tag auch die Vorstellung des neuen Prinzengespanns nicht fehlen. Besonders stolz sind die Mitglieder der Jupp Carduck Gesellschaft darauf, dass der Prinz in spe, Christian Leuchter, aus ihren eigenen Reihen stammt.

„Wir wollen mit unserem Programm die typische Eischwiele Fastelovend präsentieren“, meint Werner Henkelmann und fügt hinzu: „Die Jecken dürfen sich auf viel Gesang und Musik freuen.“ Vor zwei Jahren fand die Veranstaltung zum ersten Mal auf dem Marktplatz statt und erfreute sich vieler Besucher. Die Mitglieder hoffen, dass auch in diesem Jahr die Jecken den Weg zum Marktplatz finden, was an einem Wochentag nicht selbstverständlich sei. „Für uns ist es dieses Jahr die Nagelprobe“, sagt Äu Lersch und Henkelmann ergänzt: „Wir müssen sehen, wie das von den Menschen angenommen wird.“

Doch Lersch zeigt sich optimistisch: „Ich bin davon überzeugt, dass viele Eschweiler nicht mehr nach Köln fahren, sondern lieber zum Marktplatz kommen.“ Nicht nur die alljährliche Eröffnung der Karnevalssession hat sich die Gesellschaft, die seit diesem Jahr auch ein eingetragener Verein ist, zum Ziel gesetzt. „Auf lange Sicht wollen wir sämtliche Karnevalsgesellschaften der Stadt Eschweiler in unsere Gesellschaft integrieren.“

In diesem Jahr sind auch erstmals die beiden neuen Mitglieder Guido Adrian und Manfred Brandt mit von der Partie. Voller Vorfreude erwarten die Vollblutkarnevalisten ein „schönes Fest op dr Maat“, bei dem nur noch das Wetter mitspielen muss. Dann kann Eschweiler zeigen, dass es nicht umsonst als Hochburg des rheinischen Karnevals bezeichnet wird — „Eischwiele Alaaf“!

(se)
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