Am Blausteinsee lässt sich in sachen Tourismus noch vieles verbessern

Tourismus als „Säule im Strukturwandelprozess“ : Eschweiler Fraktionen sammeln Ideen für den Blausteinsee

Wer hat die besten Ideen für den Blausteinsee? Unter den Eschweiler Ratsfraktionen ist ein Wettbewerb entbrannt, welche Partei sich irgendwann einmal das Krönchen des Blausteinsee-Impresarios aufs Haupt setzen kann.

Die SPD, die vor Kurzem eine Reihe von Ideen zur Attraktivierung des Sees samt Umfeld vorlegte, ist nicht die einzige, die sich dazu Gedanken gemacht hat. Auch die UWG hat bereits ein alte Idee – die der „Einhausung“ des Freibads Dürwiß – aus der Schublade gezogen.

Jetzt meldet sich die CDU. Die möchte in einem „Naherholungs- und Freizeitkonzept“ erarbeiten lassen, welche konkreten Maßnahmen am Blausteinsee ergriffen werden können. Daneben hat die CDU auch konkrete Ideen erarbeitet.

Bereits im Wahlprogramm der CDU von 2014 war unter anderem die Rede von Wohnmobil- und Wohnwagenstellplätzen. Aber auch die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes auf dem Gelände vor dem Freibad sowie die Neugestaltung und einen kontinuierlichen Betrieb der Minigolfanlage hat die CDU bereits beantragt.

CDU-Fraktionsgeschäftsführer Mark Pützer: „Die nun von der Mehrheitsfraktion beantragten Ideen für den Blausteinsee greifen aus unserer Sicht dem Ergebnis eines Naherholungs- und Freizeitkonzepts, welches von Experten erstellt werden soll, vor. Die besten Ideen nützen nichts, wenn eine wirtschaftliche Umsetzung nicht gegeben ist. Dies zeigt auch die Erfahrung der Vergangenheit mit hochfliegenden Luxus-Hotel-Plänen der SPD.“

Strukturmanager einstellen

Die CDU habe intern bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung des Blausteinsees befasse. Hier seien mehrere Ideen zusammengetragen worden. Einen abschließenden Maßnahmenkatalog wlll die CDU dann vorlegen, wenn die Ergebnisse eines Konzepts vorliegen und diese mit einfließen können. Noch Ende Mai hatte die CDU-Fraktion die Verwaltung aufgefordert, bis zum Sommer die Beauftragung eines solchen Konzepts vorzubereiten.

Das Bundeskabinett hat am 22. Mai die „Eckpunkte zur Umsetzung der strukturpolitischen Empfehlungen der Kommission ,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung’ für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ vorgelegt. Neben vielen konkreten Projekten ist dort auch in Aussicht gestellt, dass durch Bundesförderungen in Kommunen Arbeitsplätze mit entsprechend thematischem Schwerpunkt geschaffen werden können.

Aus Sicht der CDU Eschweiler ist der Tourismus „eine Säule im Strukturwandelprozess“. Um dem Strukturwandel in Eschweiler aktiv und professionell zu begegnen, sollte von Seiten der Verwaltung versucht werden, über die in Aussicht gestellten Fördermittel die Stelle eines Strukturmanagers zu schaffen. Dieser sollte dann auch für die touristische Entwicklung am Blausteinsee verantwortlich sein und wirtschaftlich sinnvolle Projekte auf den Weg bringen.

„Unser Ziel ist es, die Naherholung und das Naturerlebnis zu Wasser und an Land mit den wirtschaftlichen Chancen des Tourismus zu verbinden“, betont Pützer.

(rpm)
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