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Kinder sammeln Müll: Aktiv die saubere Umwelt bewahren

Kinder sammeln Müll : Aktiv die saubere Umwelt bewahren

Die Klasse 3b aus der Grundschule Eschweiler fand sich zuletzt im Rahmen des Sachunterrichts bereit, das Waldstück am Spielplatz des Eschweiler Stadtwaldes zu säubern.

Die Klasse nutzt den Wald häufig zu Walderkundungen, die Kinder nehmen den Wald als schützenswerten Lebensraum für Tiere und Pflanzen wahr. Häufig wird ihr Waldgang aber durch den Anblick von Müll und Unrat in Ästen, Büschen und am Boden getrübt.

Die Schüler hatten sich intensiv mit dem Thema Müll und Umweltverschmutzung auseinandergesetzt. Sie lernten innerhalb des Unterrichts, dass eine Banane fünf Jahre auf der Erde liegt, ehe sie sich zersetzt hat, ein Joghurtbecher 40 Jahre und eine Blechdose 100 Jahre. Eine Plastikflasche benötigt etwa 1000 Jahre, ehe sie sich zersetzt hat, ein Gurkenglas wäre sogar erst nach 4000 Jahren nicht mehr auffindbar.

Müll in der Umwelt zerstört den Lebensraum der Pflanzen und Tiere und somit auch den der Menschen. Die Kinder sollten sensibilisiert werden auf die Auswirkungen, wenn Müll einfach in die Umwelt geworfen wird. Sich erkunden, wie Müll fachgerecht entsorgt werden kann und wie jeder Mensch Müll vermeiden kann, war also das Ziel der Schüler.

Dass mancher Erwachsene leider über diese Dinge zu wenig Bescheid weiß, wurde den Kindern deutlich vor Augen geführt, als sie sich mit Müllsäcken, Handschuhen und Zangen bewaffnet auf in den Wald machten.

Bereits gegenüber der Barbarakirche leuchteten die Plastikverpackungen bunt aus dem Geäst der Brombeeren, und wo am Boden Moose und Flechten wurzeln sollten, fanden sich Glasflaschen und Papier. Die Jungen und Mädchen machten sich sofort darüber her.

Die Ausbeute an diesem Tag war erstaunlich. Die Kinder schleppten nicht nur Autoreifen und Radabdeckungen aus dem Wald. Es fanden sich kaputte Deckenbeleuchtungen, ein Lederball, diverse Kleidungsstücke, Dämmmaterial in Form von Styropor, viele Glasflaschen, Metalldosen, ein Lederball, Schuhe, ein Stuhl, verschiedene Rohre, ein defekter Grüngutbehälter, ein Koffer und massig Papier und vor allem Plastikverpackungen aller Art.

Alles in allem waren es etwa 10 Säcke Müll, den die Kinder in knapp zwei Stunden zusammentragen konnten.

Alle Kinder waren stolz auf ihr Werk und möchten die Aktion möglichst bald wiederholen. Einerseits war es erschreckend, was mancher so einfach hinter sich wirft, andererseits wurde der Blick geschärft für das, was überall in der freien Natur herumliegt.

Lehrerin Ulrike Tulka bedankte sich für die Unterstützung des Amts für Umweltbelange und Friedhofswesen: „Schön, dass wir die Müllaktion durchführen konnten und der Müllhaufen schnell auf die Deponie transportiert wurde.“