Eschweiler: Abstrakte Werke wehen wie frischer Wind durch die Galerie

Eschweiler: Abstrakte Werke wehen wie frischer Wind durch die Galerie

Ein frischer Sommerwind weht im Garten der Galerie, und zur Abkühlung steht eine erfrischende Bohle auf dem Tisch der Sommermöbel bereit. „Und so leichtfüßig und elegant wie der Sommerwind präsentiert sich nun auch unsere Kunstausstellung”, schlug Anita Engert, Galeristin, in ihrer Laudatio den perfekten Bogen.

Zum zweiten Mal in Folge steht die Galerie Art Engert nämlich bis Sonntag, 1. August, ganz im Zeichen der „Sommerausstellung” und präsentiert damit gleichzeitig eine zwar nicht alltägliche, aber in sich harmonische Konstellation dreier Künstler: Annette Wimmershoff und Wolfgang Lüttgens zeigen mit Dieter Rogge, der als einziger der Drei schon öfters in der Eschweiler Galerie mit seinen Werken zu Gast war, ihre Arbeiten.

„Die drei Künstler kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Kunst, aber alle haben eines gemeinsam: Ssie beschäftigen sich mit dem Abstrakten”, erläuterte Anita Engert, dass das Trio vordergründig abstrahiere.

Während Annette Wimmershoff als Plastikerin und Zeichnerin tätig ist und bei Wolfgang Lüttgens die Fotografie Gegenstand seiner Arbeiten darstellt, widmet sich Dieter Rogge ausschließlich dem Zeichnen.

Inspiriert und beeinflusst von zahlreichen Japan-Aufenthalten, gewinnt die Düsseldorferin Annette Wimmershoff die Anregungen für ihr künstlerisches Schaffen aus ihrer Faszination für Gegenstände des Alltags. Daraus zaubert sie aussagekräftige, vollrunde Skulpturen aus Papier, Styropor und Karton, denen eher die Form als der Inhalt oder die Farbe Ausdruck verleiht. Gleichzeitig präsentiert die Künstlerin Grafikarbeiten, die ebenso Gegenstände des täglichen Gebrauchs als etwas ganz Besonderes erscheinen lassen.

„Sowieso ist die Ausstellung farblich betrachtet sehr zurückhaltend, sodass die Werke nichts für den ersten Augenblick sind”, unterstrich Anita Engert in diesem Zusammenhang. Dem kommt der Fotograf Wolfgang Lüttgens ebenso nach. Der Kölner versteht sich als Grenzgänger zwischen realen und imaginären Räumen. So verleiht er den Darstellungsmöglichkeiten der Realität völlig neue Erscheinungsformen.

„Ich versuche, Fotos und malerische Idee zu verbinden und Fotografien zu abstrahieren”, charakterisierte der Künstler seine Arbeit. Dabei bevorzugt er in seinen Bildern das quadratische Format und zeigt Fotos aus seinem Atelier in Köln, die er digital bearbeitet, in bestimmte Formen schneidet und denen er markante Hintergründe verpasst.

Dieter Rogge, der wegen eines Arbeitsaufenthalts in Südfrankreich an der Vernissage am Sonntag nicht teilnehmen konnte, setzt die Darstellungsmittel des Zeichnens ein: Zarte Linien, gepaart mit massiven dunklen Blöcken, bilden in seinen Werken den Kontrast. „Dieter Rogge will für uns und mit uns ein Zeichen setzen: Die Wandlung unserer Persönlichkeit sollen wir jetzt beginnen”, griff Anita Engert die Intention des Bremers auf, der sich genauso wie seine beiden Kollegen auf die Form und weniger auf die Farbgebung konzentriert.

Und so prächtig wie sich der Sommer am vergangenen Wochenende zeigte, so erfrischend präsentierte sich auch die „Sommerausstellung” in der Galerie Art Engert, die sicherlich noch bis zum 1. August zahlreiche Kunstinteressierte begeistern wird.

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