Eschweiler: Abiturientia setzt Hüpfburg ein Denkmal

Eschweiler: Abiturientia setzt Hüpfburg ein Denkmal

Sie ist weiß, hat vier Türme, ist offensichtlich stabil — doch tobende Kinder wird die Hüpfburg, die seit kurzem auf dem Schulhof des städtischen Gymnasiums steht, wohl nicht lange aushalten. Die „Burg“ ist ein Gedenkstein, der an die Abiturientia von 2012 erinnert.

Das Geschenk der 99 Schüler, die im Frühjahr die Reifeprüfung erfolgreich bestanden, zeigt der Öffentlichkeit, so Schulleiter Dr. Friedhelm Mersch, „dass sich die ehemaligen Schüler auch weiterhin mit ihrer Schule verbunden fühlen. Die Schule ist auch ein bisschen emotionaler Lebensraum. Diese Symbolik finde ich sehr schön.“ Die Form des Gedenksteins kommt nicht von ungefähr: Zu ihrem Abi-Streich hatte der Jahrgang eine Hüpfburg mieten wollen und war von dem angefragten Unternehmen als „Bittsteller“ bezeichnet worden.

„Wir hatten zwar darüber nachgedacht, diese Form zu wählen“, erzählt Maik Luu, „waren aber nicht sicher, ob das nicht zu viel ist.“ Andreas Eger, Kunsthandwerker aus Freiburg, war anderer Ansicht und ermutigte die Schüler. Mit Erfolg: Die Klasse ist genauso begeistert von dem Ergebnis wie der Schulleiter, der findet, dass das Werk „ein richtig toller Blickfang“ geworden ist. Der steht nun, fest gesichert in einem Fundament, das Jürgen Schnitzler der Abiturientia kostenfrei erstellte, und erinnert an die Klasse und die damit verbundenen Erlebnisse.

Es ist schon Tradition, dass die Abiturienten der Schule ein Andenken überreichen. Verschiedene Gedenksteine und eine Sitzbank stehen auf dem Schulhof. Aber keines ist so symbolträchtig wie die Hüpfburg.

(eli)
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