Eschweiler: 500 Schüler haben sich schon jetzt angemeldet

Eschweiler: 500 Schüler haben sich schon jetzt angemeldet

Mit derzeit 2835 Schülern ist das Berufskolleg Eschweiler die größte Schule der Städteregion. Dies wird auf absehbare Zeit wohl auch so bleiben. Denn schon 45 Minuten vor dem Beginn des Informations- und Anmeldetages am Sonntagmorgen warteten die ersten Interessierten vor den Türen.

Gut fünf Stunden später konnte in Sachen Anmeldungen eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Fast 500 neue Schüler werden im Schuljahr 2011/2012 an einem der 29 Bildungsgänge, die in dem Gebäude an der August-Thyssen-Straße angeboten werden, teilnehmen. Dies ist allerdings nur ein vorläufiges Ergebnis, denn Anmeldungen sind noch bis einschließlich Mittwoch, 2. März, möglich.

Den einfachsten Weg der Anmeldung, nämlich online vor Ort, konnten die zukünftigen Schüler des Berufskollegs jedoch am Sonntag einschlagen. Josef Peters, Lehrer in den Bereichen Wirtschaft und EDV, entwickelte das System, das vor drei Jahren erstmals Anwendung fand. „Zuvor lief der Anmeldungsprozess ausschließlich über unser Sekretariat und zog sich über Wochen hin”, blickt der Pädagoge zurück. Nun sind beide Wege möglich.

„Die online-Anmeldung bietet den zukünftigen Schülern die Gelegenheit, sofort eine gewisse Identifikation mit der Schule aufzubauen”, sieht Josef Peters einen weiteren positiven Aspekt. Vor der Anmeldung ist eine gründliche Beratung des Schülers für ihn allerdings ohne Alternative: „Viele Schüler haben vor der Beratung noch keine echte Vorstellung, welche Schulform für sie ihn Frage kommt und wären ohne Hilfe orientierungslos.” In die gleiche Kerbe schlägt auch Schulleiter Manfred Hahnen: „Es reicht heute nicht mehr aus, zu sagen, kümmert euch selbst darum”, weiß er, dass immer mehr Schüler eine helfende Hand benötigen. Und dies nicht nur im Hinblick auf ihre Schullaufbahn, sondern vor allem für ihren späteren Werdegang.

Aus diesem Grund kooperiert das Berufskolleg eng mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur. Einmal im Monat ist mit Helmut Offermanns ein Berufsberater im Berufskolleg zu Gast. „Wir sprechen vor allem Schüler, die sich im Berufsorientierungsjahr oder im Berufsgrundschuljahr befinden, gezielt an, damit diese sich beraten lassen”, erklärt Lehrerin Monika Stefan. „Es gehört auch zu unseren Aufgaben, den Schülern, die ihren Weg noch nicht gefunden haben, Hilfsangebote zu unterbreiten”, betont Kollegin Elke Schmitz. Und Peter Haepp ergänzt: „Unterstützende Maßnahmen sind heute eine Selbstverständlichkeit.”

Dazu zählt auch eine Stellwand, die ihren Platz seit drei Wochen im Nebengebäude des Berufskollegs hat. „Sie ist mit Stellenangeboten versehen, die nicht im Internet stehen. Die Schüler können sich informieren und bei Interesse mit der Arbeitsagentur in Verbindung treten. Für diese Stellen ist der Bewerberkreis also relativ klein”, nennt Brigitte Steinbusch, Lehrerin des Bereichs Wirtschaft, ein Beispiel für die enge Kooperation mit der Berufsberatung.

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