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Eschweiler: 50 Tonnen Salz machen Straßen frei

Eschweiler : 50 Tonnen Salz machen Straßen frei

Als die meisten Indestädter noch in tiefen Träumen steckten, begann für Gerd Maahsen und seine Jungs die Arbeit.

Um 5 Uhr morgens fuhren die ersten Streuwagen vom Gelände der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) im Gewerbegebiet Königsbenden los, um die Schneemassen von der Straße zu räumen. Bis zum späten Nachmittag wurden 50 Tonnen Streusalz verbraucht. Am Freitag soll eine Lieferung mit 40 Tonnen das Lager wieder auffüllen.

Der Einsatz kam für die 18 Männer des Bauhofes natürlich nicht unerwartet. Per Internet halten sich Bereitschaftsleiter Gerd Maahsen und sein Team auf dem Laufenden, welche Temperaturen in der Nacht zu erwarten sind. Vier Streufahrzeuge und vier weitere Wagen stehen dann bereit. Denn neben den Straßen zählen auch Schulen, Sporthallen, Brücken und weitere öffentliche Einrichtungen zum Einsatzgebiet der WBE.

Die Polizei hatte im ganzen Kreisgebiet alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise verlief alles glimpflich und es blieb in der Regel bei Blechschäden.

Dennoch rät Polizeisprecher Paul Kemen: „Deutlich wurde, dass wenige Autofahrer mit Winterausrüstung unterwegs waren. Gerade Winterreifen bieten nicht nur bei Eis und Schnee mehr Fahrsicherheit. Bereits bei Temperaturen unter sieben Grad sind Winterreifen aufgrund ihrer Gummimischung Sommerreifen deutlich überlegen.”

Während der Räumdienst der Stadt Hochkonjunktur hat, können die Fußballer in der Stadt die Beine am Wochenende hochlegen. Der Fußballverband Mittelrhein sagte den kompletten Spieltag wegen der Witterungsverhältnisse ab.

Für die Männer von WBE geht der Dienst weiter. Am Freitagmorgen um 5 Uhr treffen sie sich wieder zum Winterdienst. „Es ist zwar Tauwetter angekündigt, aber in der Nacht soll Frost herrschen. Dann verwandeln sich die Straßen in eine Spiegelfläche”, warnt Maahsen. Also richten sich die WBEler nach dem Einsatzplan, befreien zuerst die Hauptverkehrswege von Schnee und Eis. Auch die Straßen, auf denen der Bus fährt, genießen beim Räumdienst höhere Priorität.

Am Donnerstag waren die Teams nonstop im Einsatz, für Freitag gehen die Männer von einem kürzeren Dienst aus. Und wenn sie nicht hinter dem Lenkrad eines Streuwagens sitzen, dann sind sie im Straßenbau oder in der Landschaftspflege tätig.