Eschweiler: 300 Fitness-Kunden sauer: Hat Studioleiter ihr Geld behalten?

Eschweiler: 300 Fitness-Kunden sauer: Hat Studioleiter ihr Geld behalten?

Sich körperlich fit zu halten ist eine gute Sache. Manchmal auch eine teure. Diese Erfahrung musste jetzt unser Leser Michael S. (Name geändert) machen. Der war bereits 2013/14 Mitglied eines Fitnessstudios in Eschweiler und eigentlich ganz zufrieden.

So zufrieden, dass er nun, als er im Frühjahr wieder etwas für seine Kondition tun wollte, das selbe Studio wieder aufsuchte. Das war inwischen umgezogen, aber der Leiter war noch der alte. Und der, so berichtet unser Leser, zeigte sich sehr aufgeschlossen: „Er bot mir an, meinen alten Vertrag für ein Jahr zu verlängern. Ich könnte meine alte Mitgliedskarte weiter nutzen und würde dadurch Kosten sparen.“

Michael S. händigte dem entgegenkommenden Studioleiter daraufhin 240 Euro in bar aus — zwölf Mal 18 Euro Mitgliedsbeitrag plus 25 Euro Trainergebühr.

So weit, so gut. Ein gutes halbes Jahr lang besuchte Michael S. die „Muckibude“, konnte dort ohne Probleme trainieren.

Mitte vergangenen Monats aber war damit plötzlich Schluss: Ihm wurde der Zutritt zum Studio verweigert. S. erlebte eine böse Überraschung: „Eine bis dato nie in Erscheinung getretene Mitarbeiterin erklärte mir, dass der ehemalige Mitarbeiter das Geld in seine eigene Tasche gewirtschaftet habe und ich sieben Monate ohne Berechtigung und Versicherungsschutz trainiert habe“, teilt er mit. Eine offizielle, schriftliche Bestätigung allerdings habe er bis heute nicht erhalten.

Michael S. steht nicht allein da: Laut Auskunft der neuen Studioleitung soll er einer von rund 300 Geschädigten sein, die von dem früheren Studioleiter geprellt wurden.

Michael S. hat inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet.

(rpm)