Eschweiler: 2011 droht der Gebühren-Schock

Eschweiler: 2011 droht der Gebühren-Schock

In vielen Kommunen werden Gebühren und Steuern für die Bürger zum Jahreswechsel deutlich steigen. Grund sind die hohen Defizite, wie „Bild.de” berichtet. Nach Schätzungen des Deutschen Städte- und Gemeindebunds machen die Kommunen in diesem Jahr insgesamt 14 Milliarden Euro Miese - so viel wie nie.

Mit den Gebühren- und Steuererhöhungen wollen die Kämmerer einen Teil der Finanzlöcher stopfen. Mit höheren Grundsteuern und Grunderwerbsteuern ist es aber nicht getan: Viele Kommunen haben bereits Gebührensteigerungen für 2011 angekündigt.

So müssen die Bürger vielerorts auch steigende Ausgaben für den öffentlichen Personennahverkehr, Müllabfuhr, Straßenreinigung sowie Friedhöfe in Kauf nehmen.

In Starnberg bei München wird die Hundesteuer um das Doppelte angehoben. Im hessischen Korbach werden die Abfallgebühren um fast 50 Prozent erhöht. Bei Schwimmbädern steigen die Eintrittspreise um bis zu 50 Prozent - so zum Beispiel in Eschweiler. Allerdings handelt es sich dabei um einen Einzeltarif. Insgesamt sollen die Schwimmer im Hallenbad 31.000 Euro mehr aufbringen als bisher. Die Stadt kalkuliert mit 227.000 Euro auf der Einnahmenseite.

Der Hauptgeschäftsführer des Städtebunds, Gerd Landsberg, forderte Bund und Länder auf, sich stärker an den Soziallasten der Kommunen zu beteiligen. „Hier brauchen wir endlich eine Wende. Sonst droht den Kommunen die Handlungsunfähigkeit.”

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