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Eschweiler: 160 junge Kicker messen sich bei der Jungen-Soccer-WM

Eschweiler : 160 junge Kicker messen sich bei der Jungen-Soccer-WM

Ob die Vorhersage wieder zutrifft? Vor vier Jahren setzte sich bei der höchsten Altersklasse der Jungen-Soccer-WM der Mobilen Jugendarbeit das Team Deutschland durch und prompt wurde die DFB-Elf Weltmeister bei der „richtigen“ Fußball-Weltmeisterschaft.

Nun holte sich das französische Team den Titel in der Altersklasse ab 14 Jahren, während sich in den Gruppen der Sechs- bis Neunjährigen und bei den Zehn- bis 13-Jährigen die Vertreter für Marokko durchsetzten.

Fest steht allerdings schon jetzt: Dieses Turnier machte ordentlich Spaß! „Wir haben durchweg schönen Fußball gesehen und die Kids haben sich wirklich diszipliniert verhalten“, bilanzierte Christian Kolf von der Mobilen Jugendarbeit (Mobija).

Gemeinsam mit dem Regiosportbund und der Arbeiterwohlfahrt organisierte die Mobija die Spiele in dem Kleinfeld-Soccer-Court, die nach einem regnerischen Start am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein stattfinden und damit zahlreiche Kinder und Jugendliche auf das Gelände des ehemaligen Inde-stadions lockten. Auch der Quartiersmanager Eschweiler-West, Raphael Kamp, lobte die Veranstaltung, die die Integration durch Sport in dem Viertel fördere.

160 Teilnehmer wurden schließlich gezählt, die per Losverfahren eins der WM-Teams zugewiesen bekamen und dann nach dem originalen Spielplan antraten. Nach den Gruppenphasen unter der Woche fand dann am Freitag die K.-o.-Phase statt. „Da merkt man den Kindern natürlich auch den Ehrgeiz an“, betonte Kolf, der trotzdem hervorhob, dass der Fair-Play-Gedanke stets gelebt wurde, auch wenn es mal hitziger auf dem Feld wurde. Damit machten sie es auch den ehrenamtlichen Schiedsrichtern besonders leicht. Um in die passende WM-Feier-Stimmung zu kommen, war auch abseits des Platzes jede Menge los.

Weitere Angebote

Rhenania Eschweiler bot eine Torwand an, Germania Dürwiß einen kleinen Parcours zum Training und auch die „Feierstarter“ waren mit dabei — ein Projekt der Jugendarbeit in der Städteregion, die über die Risiken und Folgen von Alkoholkonsum aufklären. Mit frischen, alkoholfreien Getränken sorgten sie für die optimale Abkühlung nach hitzigen Spielen. Währenddessen war auch die Sportjugend des Regiosportbundes am Platz vertreten. Mit dem Ziel, das junge Ehrenamt zu fördern, warb Stephan Mayer gezielt um Jugendliche ab 16 Jahren, die sich für den Sport einsetzen. Die Aktivität kann dabei ganz unterschiedlich ausfallen — von dem Engagement auf Veranstaltungen wie der Soccer-WM, bis hin zur klassischen Vereinsarbeit.

Auf die Gewinner der Turniere warteten zum Abschluss tolle Sachpreise. Fußbälle und Gutscheine wurden gestiftet und von den Teams mit Freude zusätzlich zu ihren Urkunden entgegengenommen, die ihnen Schirmherr Rudi Bertram und Robert Voigtsberger, Vize-Präsident des Regiosportbundes, überreichten. „Nächstes Mal wollen wir unbedingt wieder dabei sein!“, freute sich der junge Fußballer Ismail schon jetzt auf die nächste Ausgabe der Jugend-Soccer-WM. Wer jetzt bei der richtigen Fußball-Weltmeisterschaft das Rennen macht, darüber herrschte noch Unklarheit. Und, wie in den vergangenen Tagen bewiesen wurde, manchmal macht es sowieso mehr Spaß selbst zu kicken, als den Profis zuzuschauen.

(cheb)