Eschweiler: 1300 Enten liefern sich ein hartes Rennen

Eschweiler: 1300 Enten liefern sich ein hartes Rennen

Den Schnabel blau geschminkt, Perlenkette und Krönchen auf dem gelben Haupt, so elegant schwamm nach einer wahren Rekordzeit von nur 37 Minuten die schnellste Badeente durch das Ziel am Patternhof.

Mehr als 1300 quietschgelbe Enten, viele davon liebevoll dekoriert, machten die achte Auflage des außergewöhnlichen Rennens der Christlichen Arbeiterjugend erneut zum Erfolg und am Samstagnachmittag die Inde zur bunten Rennpiste.

Mittlerweile gibt es in vielen Städten und Gemeinden Entenrennen für den guten Zweck, doch mit seiner Idee zu diesem Wettbewerb der anderen Art bewies Zoran Medic vor acht Jahren wahren Pioniergeist.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Entenrennen auf der Inde nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, vor allem bei den jungen Bürgern, die in Bezug auf bunte Kostümierungen und ausgefallene Dekorationen ihrer Rennenten der Karnevalshochburg Eschweiler alle Ehre machten.

So schwammen neben Teufelsenten mehrere Hippie-Enten, gefolgt von Donald Duck, sehr eleganten Entendamen mit Hals- und Federkopfschmuck sowie Enten im Katzenfell. Die schönste Ente schickte jedoch Familie Mußler auf die Reise vom Bushof aus nach Patternhof: Der teilweise starken Indeströmung trotzte diese mit einem eigenen Rettungsring und in Begleitung einer weiteren schwarzen kleinen Rettungsente.

Lea Finke freute sich, nach etwas mehr als einer halben Stunde ihre Rennente wieder in die Arme schließen zu können, zu Belohnung für den ersten Platz gab es ein Leihfahrzeug für das Wochenende für ihre Eltern und 100 Euro Taschengeld für sie.


Einen Kinobesuch für den gesamten Kindergarten bescherte die Rennente der Katharina Fey-Kindertagesstätte mit dem zweiten Platz, Platz drei ging an die Rennente von Frau Thüllen, dazu als Preis ein elektrischer Garagentoröffner.

Besonders kurios, aber umso schöner war, dass der vierte und fünfte Platz von den beiden Rennenten der Geschwister Bachmann belegt wurde, die sich nun gemeinsam auf das Höhner-Konzert auf dem Markt freuen.

Viel wichtiger als all diese Ergebnisse ist jedoch, dass die Christliche Arbeiterjugend wieder einmal 500 Euro als guten Zweck spenden kann und zwar an das St.-Josef-Kinderheim, dessen Leiter Robert Wagner sich für die Unterstützung herzlich bedankte. Das Geld soll für die Kinder-Notschlafstellen in Eschweiler und Stolberg verwandt werden.