Eschweiler: 100.000 Euro Schaden: Vandalen demolieren Stuchlik-Sammlung

Eschweiler: 100.000 Euro Schaden: Vandalen demolieren Stuchlik-Sammlung

Einbrecher haben in der Nacht zum 1. oder 2. Januar in Eschweiler Kunstwerke im Wert von mehr als 100.000 Euro zerstört. Die noch unbekannten Täter hatten an einer Sporthalle in der Innenstadt ein Kellerfenster eingeschlagen und waren in den Keller geklettert.

Mit einem Bolzenschneider verschafften sie sich dann Zugang zu einem mit Maschendraht gesicherten Raum, in dem mehrere Dutzend großformatige Werke des Eschweiler Malers Prof. Hans Stuchlik lagerten.

Leere und halbleere Flaschen, Zigarettenkippen, Feuerwerkskörper, zerschlagene Stühle und Pfützen von Getränken auf dem Boden zeugen von einer ausgedehnten Feier. Dann widmeten die Täter sich mit einer „gnadenlosen Zerstörungswut” (Stuchlik) den Gemälden. Vier kleinere Formate wurden zerschlagen und in Fetzen gerissen. Die Täter schlugen und stachen dann auf fast alle in dem Raum gelagerten großformatiger Werke ein.

Die bis zu sechs Quadratmeter großen Ölbilder wurden mit Messern aufgeschlitzt, mit abgebrochenen Stuhlbeinen schlugen die Vandalen Löcher in die Leinwände, schossen mit einem Fußball auf die Bilder.

Mehr als zehn der Werke wurden dadurch so sehr beschädigt, dass eine Restaurierung nach einer ersten Stellungnahme Stuchliks aussichtslos erscheint. Darunter ist auch das Triptychon „Historienbilder”, eines der bekanntesten und vielfach ausgestellten Werke des Eschweiler Künstlers.

Den Schaden schätzt Hans Stuchlik auf mindestens 100.000 Euro. „Das ist die Arbeit von Jahren, die hier zerstört worden ist!”

Die Täter brachen auch in einen weiteren Raum im Keller der Sporthalle ein, in dem der Automobilclub Eschweiler seine Vereinsutensilien lagert. Einiges davon wurde zerstört und im Keller verteilt.

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