1. Lokales
  2. Eifel

Simmerath: Zweitwohnungen bleiben steuerfrei

Simmerath : Zweitwohnungen bleiben steuerfrei

Die Gemeinde Simmerath wird die Zweitwohnungen nicht mit einer Steuer belasten. Die SPD sieht in der Zweitwohnungssteuer eine zusätzliche Einnahmequelle für die Gemeinde.

Den Antrag der SPD-Fraktion haben CDU und FDP gemeinsam abgelehnt.

Der Personalaufwand, die Zweitwohnungssteuer zu berechnen und einzufordern sei zu hoch, wehrte die Verwaltung sich gegen die neue Steuer. Die Gemeinde werde wegen des hohen Aufwandes keine Gewinne erzielen, begründete CDU-Sprecher Bruno Löhrer das Nein seiner Fraktion.

Zudem, so befürchtet Löhrer, würden wohl viele Bürger ihren zweiten Wohnsitz in der Gemeinde Simmerath aufgeben. Dann geraten die Hauseigentümer vor allem am Rursee in Bedrängnis, denn es sei schwer, die Wohnungen neu zu vermieten, äußerte Hermann-Josef Bongard seine Sorge, "dann gibt es viele leere Wohnungen".

Die Verwaltung hat beispielhaft ermittelt: Von den 468 gemeldeten Nebenwohnsitzen in Woffelsbach sind lediglich 107 Bewohner auch die Eigentümer der Wohnungen. Der Umkehrschluss: Zwei Drittel der gemeldeten Bürger haben die Zweitwohnung lediglich angemietet.

In Aachen informiert

Über die Erfahrungen mit der Zweitwohnungssteuer hatte die Verwaltung sich bei der Stadt Aachen informiert, SPD und Grüne hätten lieber gesehen, die Gemeinde hätte sich bei vergleichbaren Kommunen wie Monschau und Schleiden informiert, denn auch dort werden schon seit etlichen Jahren die Zweitwohnungen besteuert.

Insgesamt gab es zu Beginn dieses Jahres in der Gemeinde Simmerath 1487 Zweitwohnsitze mit mehr als 1300 Bürgern.