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Zeckenbiss kann gefährlich werden

Zeckenbiss kann gefährlich werden

Kreis Düren. Mit ansteigender Wärme erwacht der Durst von kleinen ”Vampiren„, die sich von Tier- und Menschenblut ernähren: Zecken. Ihr Biss ist unangenehm - und kann gefährlich werden. Etwa jede dritte Zecke ist Träger von Krankheitserregern.

Die Hauptüberträger, im Volksmund auch „Holzbock„ genannt, sind von Frühling bis Herbst aktiv. Im Unterholz des Waldes, am Waldrand und in der Vegetation der Straßenränder liegt ihr Revier. Dort lauern sie auf Gräsern, Farnen und im Gebüsch auf Beute.

Je feuchter, desto aktiver

Ausgewachsene „Holzböcke„ sitzen in einer Höhe bis zu 1,50 Metern im Geäst. Ihr Opfer - Tier oder Mensch - erkennen Sie an Körperausdünstungen, Erschütterungen und Wärme. In den feuchteren Übergangsjahreszeiten sind Zecken aktiver als in heißen und trockenen Sommermonaten.

Die Krankheitserreger, einmal in den menschlichen Körper gelangt, können Infektionskrankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung auslösen.

Zecken sachgerecht entfernen

Borreliose, Lyme-Borreliose oder Wanderröte wird die relativ unbekannte Infektionskrankheit genannt, die durch Bakterien (Borrelien) hervorgerufen wird. Es gibt keine besonderen Gefährdungsgebiete; das heißt, dass Zecken in Deutschland und überall in Europa Überträger der Bakterien sein können.

Eine Zecke sollte so schnell wie möglich entfernt werden. Hier sollten aber keinesfalls althergebrachte Methoden, wie beträufeln mittels Nagellack, Öl oder Klebstoff, angewandt werden. Im Todeskampf gibt die Zecke vermehrt Speichel und damit auch Krankheitserreger an ihr Opfer ab. Einfach die Zecke zwischen Daumen und Zeigefinger packen (nicht zerquetschen!) und gerade hochziehen.

AOK und Carimedis informieren

Weitere Infos zum Thema hält die AOK Rheinland, Regionaldirektion Düren-Jülich in ihrem Faltblatt „Zecken„ für Interessierte bereit. Die Broschüre ist in allen Geschäftsstellen der AOK kostenlos erhältlich. Für AOK-Versicherte steht ein Team von Fachärzten im medizinischen ServiceCenter „Clarimedis„ für alle Fragen rund um die Thematik zur Verfügung.

Clarimedis ist über die kostenlose Rufnummer 0800/0326/326 montags bis freitags von 7-22 Uhr und am Wochenende von 9-17 Uhr zu erreichen. Informationen auch online im Gesundheitsportal der AOK Rheinland unter www.aok-rheinland.de in der Rubrik Gesundheitswissen A-Z .