Monschau: Zahlreiche Hilfeangebote sind eine organisatorische Herausforderung

Monschau: Zahlreiche Hilfeangebote sind eine organisatorische Herausforderung

Umfangreiche Hilfeangebote, seien es Sach- oder Zeitspenden, haben die Stadt Monschau entweder telefonisch, persönlich oder digital erreicht, nachdem sich die Ankunft von rund 130 Flüchtlingen vor allem über die sozialen Netzwerke herumgesprochen hat.

„Allen sei für das Verständnis und die vielen Zeichen der Solidarität mit unseren Flüchtlingen herzlich gedankt“, heißt es in einer Pressemitteilung, die Bürgermeisterin Margareta Ritter am Montagnachmittag herausgab. Darin heißt es weiter: „Organisatorisch stehen wir vor der Herausforderung, neben den zwischenzeitlich 170 in der Stadt Monschau dezentral aufgenommenen Flüchtlingen in der Unterbringungseinrichtung die Hilfsangebote zielgerichtet einsetzen zu können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es einige Tage dauern wird, diese alle zu bündeln, zu organisieren und Ihnen eine persönliche Rückmeldung zu geben.“

Wichtig ist der Bürgermeisterin der Hinweis darauf, „dass es sich bei der Einrichtung in der Hauptschule nicht um eine offene Tür handelt. Es wird gebeten, davon Abstand zu nehmen, den Schulhof mit Autos zu befahren und die Einrichtung ohne Voranmeldung oder Terminvereinbarung aufzusuchen.

Sachspenden können mittwochs von 17 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr an der geschaffenen Annahmestelle am ehemaligen Lehrerparkplatz der Hauptschule abgegeben werden. Der Weg ist ausgeschildert.

Zeitspenden, beispielsweise als Übersetzungstätigkeiten für arabische, syrische oder afrikanische Sprachen seien zahlreich eingegangen, heißt es. „Wir kommen direkt auf die Angebote zu und vereinbaren Termine. Zeitspenden zum Beispiel für die Betreuung der Kleiderkammer, für Aktivitäten mit Flüchtlingen oder für Fahrdienste würden zurzeit ebenso koordiniert, heißt es in der Mitteilung.

Ab dem 1. Oktober wird dann, wie geplant, nahtlos die Landesunterbringungseinrichtung in der ehemaligen Hauptschule starten. „Aktuell werden die baulichen Maßnahmen mit Hochdruck abgeschlossen, die Duscheinrichtungen der Turnhalle an der Hauptschule wurden räumlich getrennt, so dass die Nutzung für den Sportbetrieb in der Halle in einem eigenen Bereich möglich bleibt. Einige Maßnahmen, die mit Ziel 30.9. realisiert werden sollten, müssen parallel erfolgen, so dass auch der WLAN-Anschluss mit der Möglichkeit, in die Heimat und mit den Verwandten zu kommunizieren, kurzfristig geschaffen wird“, kündigte die Monschauer Bürgermeisterin an.

Trotz der schon zahlreich eingegangenen Hilfeangebote kann jeder Bürger auch weiterhin die Stadt Monschau zu diesem Zweck kontaktieren. Telefonisch ist die Koordinationsstelle für Flüchtlingshilfe in Monschau erreichbar unter Telefon 02472-81235 oder per E-Mail unter fluechtlingshilfe@stadt.monschau.de und wirhelfen@stadt.monschau.de.

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