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Roetgen: Wunschzettelbaum steht wieder in Roetgen

Roetgen : Wunschzettelbaum steht wieder in Roetgen

Es ist gute Tradition, dass alle Jahre wieder — natürlich auch in diesem Jahr — in der Buchhandlung Lesezeichen in Roetgen der Wunschzettel-Weihnachtsbaum steht. Kein Baum im herkömmlichen Sinne, aber doch symbolisch für die Sehnsüchte der Kinder, ein Geschenk zu Weihnachten zu bekommen.

Weihnachtswünsche von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien, die in Roetgen wohnen, aber auch Weihnachtswünsche von Kindern und Jugendlichen, die bei der Monschauer Tafel einkaufen und finanziell nicht so gut gestellt sind, finden sich dort. Beinahe 200 Wunschzettel wurden in diesem Jahr abgegeben und warten nun im Lesezeichen auf Menschen, die sich einen Wunschzettel aussuchen, um einem Kind eine Freude zu machen.

Zurück bis 14. Dezember

Bis spätestens zum 14. Dezember (bis zum 18.12. für die Kunden der Monschauer Tafel) ist dann Zeit, die weihnachtlich verpackten Geschenke mit dem dazu gehörenden Wunschzettel wieder in den Buchladen zurückzubringen. Die Mitarbeiterinnen im Buchladen unterstützen seit vielen Jahren die Aktionen der Monschauer Tafel und des Flüchtlingsrates Roetgen. „Wie immer sind es die normalen, meist klassischen Kinderwünsche, die hier zu finden sind und die wir meist leicht erfüllen können“, so Rose Blatz-Ommer vom Buchladen zur Wunschliste der Kinder. „Von einer Armbanduhr mit Elsa-Motiv für ein Mädchen, über Winterkleidung, bis zu Puppen und Spielautos ist die Liste sehr lang“, so Maria Feige vom Roetgener Flüchtlingsrat. Und Ingrid Karst-Feilen ergänzt: „Wir hoffen, dass wir bei unserer Adventsfeier am 15. Dezember allen Kindern ihre Wünsche erfüllen können. Schließlich soll kein Kind leer ausgehen, und so muss geschaut werden, ob zu jedem Wunschzettel auch ein Präsent zurückgekommen ist. Denn schließlich sollen alle Kinderaugen strahlen.“

Arbeit des Flüchtlingsrats

Der Flüchtlingsrat ist eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die den Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, helfen, bei uns zur Ruhe zu kommen und sich in den Ort zu integrieren. „Ideal ist es, wenn Nachbarn sich einbringen und mit schauen, dass alles gut läuft“, weiß Maria Feige aus ihrer täglichen Arbeit zu berichten. „Wir möchten eine gegenseitige Wertschätzung und Toleranz erreichen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Unsere Arbeit ist als ,Starthilfe‘ zu sehen, damit die Menschen sich möglichst schnell zurechtfinden im Wirrwar unseres Alltags, wie Tafel, Behörden, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kindergarten- und Schulplätze, aber auch Begeisterung und Vermittlung für Sportangebote. Sie sollen lernen, ihr Leben möglichst schnell selbst zu meistern in der neuen Umgebung.“

Wichtig ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flüchtlingsrates in Roetgen, die Notwendigkeit des deutschen Spracherwerbs zu vermitteln. Ein Team von Ehrenamtlern bietet viermal wöchentlich Deutschunterricht an, um „fit für den Alltag“ zu werden. Für Kinder gibt es täglich eine Hausaufgabenhilfe, um den Schulalltag zu unterstützen und mögliche Defizite auszugleichen. Zwischenzeitlich wurde auch ein Raum gefunden, der einmal wöchentlich als Treffpunkt dient. Neben Spielen, Tee trinken und einem gemütlichen Miteinander können dort auch Probleme besprochen werden.

Aktive Unterstützer gesucht

Diese Arbeit braucht viele helfende Hände, und daran fehlt es derzeit, daher bittet der Flüchtlingsrat um Unterstützung: Es werden „Paten“ gesucht, die Familien begleiten, die Hausaufgabenbetreuung braucht dringend Unterstützung und auch in der Teestube ist Verstärkung gewünscht. Die Aufgaben sind vielfältig, die erfahrenen Ehrenamtler unterstützen aber selbstverständlich und helfen, wo es nötig ist. Wer etwas Zeit übrig hat und sich einbringen möchte, kann sich wenden an Maria Feige, Telefon 0157/82658539, als Pate oder/und Unterstützung für den Treffpunkt, an Dorle Stebani, Telefon 0151/ 22787610, als Unterstützung für die Hausaufgabenbetreuung.