Simmerath: Wie man mit Trödel Schülern helfen kann

Simmerath: Wie man mit Trödel Schülern helfen kann

Plant die Hauptschule Simmerath die Ausrichtung einer Projektwoche, sind dringend benötigte Sport- oder Spielgeräte anzuschaffen. Christel Haun vom „Gericht” hilft dem Förderverein bei der Beantwortung der letztlich entscheidenden Finanzfrage „Woher nehmen?”

Seit September letzten Jahres organisiert die 46-Jährige Trödelmärkte, bei gutem Wetter auf dem Schulhof, bei Regen im Foyer und in der Aula. „Aber”, schmunzelt die gelernte Fachverkäuferin, „gutes Wetter haben wir noch nie gehabt.”

Dafür hervorragende Resonanz. Darüber freuen sich insbesondere die Mitglieder des Hauptschul-Fördervereins und deren Schützlinge. Denn der Verkaufserlös der Markttage fließt der gemeinnützigen Sache des ehrenamtlich agierenden Fördervereins zu.

Engagierte Frau

Christel Haun lebt mit ihrer Familie - Ehemann José Manuel, Sohn Joey (17) und dessen zwei Jahre älteren Schwester Christina - in ihrem Elternhaus (Claßen, „Am Gericht” 5). Vor fünf Jahren war sie Mitbegründerin der Hauptschul- Aktion „Gesundes Schulfrühstück” und seit drei Jahren engagiert sie sich für die Unterrichtsform „13 Plus”; deren Teilnehmern wird zwischen 13 und 14 Uhr ein schmackhaftes Mittagessen serviert, Aufgabenbetreuung inklusive.

„Ich habe mich immer für Antiquitäten und zur Schau gestellte Exponate interessiert, daher mehrfach gut inszenierte Ausstellungen und kulturelle Objekte, in Eupen etwa, besucht. So entschloss ich mich, ein vielfältiges und niveauvolles Angebot von Kunst, Hausrat, Gebrauchsgut und Krempel auch in der Nordeifel zu präsentieren.”

Moderate Preise

Die 2008 gestarteten Veranstaltungen, freut sich Christel Haun, verzeichneten mit durchschnittlich 50 Ausstellern „auf Anhieb tollen Erfolg. Neuware möchten die Simmerather Ausrichter nicht in den Auslagen haben, Profihändler sind daher unerwünscht. Um so willkommener sind Hobby- Trödler. „Manche meiner Partner erscheinen dick bepackt, die haben mal ihren Dachboden aufgeräumt.”

Ihre Schätzchen dem interessierten Publikum auszubreiten, koste, erklärt Haun, moderate vier Euro je laufender Meter: „Die meisten Anbieter bringen Tapetentische mit. Sie brauchen sich, anders als zu vergleichbaren Treffen, bei mir nicht vorher anzumelden, sondern können ab 6 Uhr in der Früh ihren Stand aufbauen, um 17 Uhr endet das Rendezvous von Angebot und Nachfrage.”

Nach dem guten Zweck ist vor dem guten Zweck: Am 16. August sind wieder zahlreiche Trödler aus Nah und Fern geladen, um ihr Sortiment an die Kundschaft zu bringen. Bis zum Jahresende sind drei weitere Märkte vorgesehen, am 13. September, 11. Oktober und 15. November.

Darüber hinaus kündigt Christel Haun einen weiteren Veranstaltungs-Höhepunkt an. Im Spätherbst wird der Förderverein sein 20-jähriges Bestehen gebührend feiern. Eine mit attraktiven Sach- und Geldspenden bestückte Tombola soll das Jubiläum krönen.

Zu Konditionen und Terminen künftiger Märkte gibt Christel Haun unter der 02473/ 928341 Auskünfte.