Monschau: Wichtige Hilfe im Verborgenen

Monschau: Wichtige Hilfe im Verborgenen

Die Monschauer Sozialinitiative „Antoniusbrot e.V” leistet auf vielen Ebenen, oft auch unbemerkt von der Öffentlichkeit, wertvolle Arbeit. Doch der Vereinsvorstand und seine derzeit 140 Mitglieder sind durchaus offen für Ideen und Anregungen, neue caritative Hilfsprojekte zu realisieren.

Dies wurde Dienstag Abend deutlich, als der Verein „Antoniusbrot” zur Hauptversammlung ins „Alte Getreidehaus” lud. Vorsitzender Georg Weiss begrüßte dazu an die 20 Mitglieder und Gäste.

Geschäftsführer Alexander Lenders erinnerte mit Dank an die von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels gehaltene Eucharistiefeier anlässlich des Patronatsfestes des heiligen Antonius an der Antoniuskapelle im Stadtpark.

Lenders würdigte zudem die Tatsache, dass Georg Weiss ein wohltätiges Werk seiner Eltern Hans-Georg und Mathilde engagiert fortführe. Als Antoniusbrot spenden Gläubige aus aller Welt seit 700 Jahren Almosen zu Ehren des heiligen Antonius von Padua und zum Wohle Bedürftiger.

Die vom Monschauer Verein ergriffenen Initiativen seien, betonte Lenders, „heute wichtiger denn je. Viele Menschen bewegen sich auch in Deutschland an der Armutsgrenze, insbesondere kinderreiche Familien und Senioren”. Deshalb würden regelmäßig, anonym und diskret, insgesamt 82 Brotmarkengutscheine an 46 notleidende Familien verteilt. Kontakte stellen die Monschauer Tafel und Pfarren her. Besondere Anerkennung zollte Lenders dem großzügigen Brotsponsor Johannes Schumacher (Bäckerei „Leo”)

Die zweite große Hilfssparte des Vereins ist der Mittagstisch für die Offene Ganztagsschule. Lenders berichtete, dass momentan 47 Mädchen und Jungen, die Monschauer Kindergärten und Schulen besuchten, dank der Unterstützung von Antoniusbrot in den Genuss eines Mittagessens kämen. Dafür wende der Verein monatlich 1400 Euro auf.

Schatzmeister Felix Theissen merkte an, dass der Verein weiteren Spendenvorhaben gegenüber aufgeschlossen sei. So sei vorstellbar, Klassenfahrten und Bildungsexkursionen zu unterstützen. Eine Anregung, die Monschaus Bürgermeistern Margareta Ritter gern aufgriff. Mit einer Dankadresse an die Sozialinitiative Antoniusbrot berichtete sie von im vergangenen harten Winter gemachten, traurigen Erfahrungen: „Viele ältere Menschen und Alleinstehende haben weder die körperliche Kraft noch das Geld, Brennmaterial in ausreichender Menge zu beschaffen.” Auch Holz ofengerecht zu sägen und zu spalten, sei manchen Mitbürgern unmöglich. Vielleicht könnte Antoniusbrot auch hier helfen.

Hans-Peter Drews erinnerte im Namen des Nordeifeler Lions-Clubs daran, dass unverschuldet in Not geratene Menschen auch einen anonymen Briefkasten des Lions-Clubs im Stadtpark Monschau nutzen könnten, um Bedürfnisse anzumelden.

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