Nordeifel: Wetterstatistik für die Region: November überwiegend trüb und nass

Nordeifel : Wetterstatistik für die Region: November überwiegend trüb und nass

Laut Wetterstatistik war der vergangene November sehr sonnenscheinarm und in den Niederungen zu mild, der Herbst war sogar einer der wärmsten der letzten 120 Jahre. Immer wieder schoben Tiefdruckgebiete dichte Wolken in die Nordeifel, die Sonne hatte nur selten den Durchblick.

Schauen wir zunächst auf die monatlichen Mitteltemperaturen von 3,7 Grad (in Kalterherberg) über 4,7 Grad (in Roetgen) bis 5,2 Grad (in Simmerath-Strauch). Die Abweichungen vom Langzeitwert waren leicht positiv bei +0,5 Grad bis +1,0 Grad. In den Niederungen des Kreises Aachen waren die Mittelwerte deutlich höher: Alsdorf-Warden (6,6 Grad), Aachen-Orsbach (6,1 Grad) und Aachen-Brand (5,8 Grad), auch hier war es überall etwas zu warm.

In den Wetterannalen der Stadt Aachen ist nachzulesen, das im kältesten November der letzten 120 Jahre, im November 1921, nur 1,5 Grad Mitteltemperatur gemessen wurden (am Schneifelforsthaus sogar -1,4 Grad), also viereinhalb Grad kälter als 2017. Dieser kälteste November seit mindestens 1889 brachte hochwinterliche Verhältnisse mit strengen Frösten im gesamten Eifelraum, davon waren wir in diesem Jahr weit entfernt.

„Allerheiligen-Sommer“

Der kleine „Allerheiligen-Sommer“ brachte in diesem Jahr genau zum 1. November die höchsten Temperaturen. Die Föhnlage begünstigte besonders den Kreis Düren und die Rureifel: 20,5 Grad in Heimbach-Hasenfeld unweit der Schwammenauel, 17,1 Grad in Heimbach, 17,0 Grad auf dem Kermeter und in Strauch, 16,2 Grad in Alsdorf-Warden und 16,0 Grad am Windpark Schmidt. Der Eifelföhn hat im November 1983 und 2014 schon Werte bis 22,8 Grad im Aachen-Dürener Bördenland geschafft. Große Kaltlufteinbrüche blieben in diesem Jahr aus, und die ersten Luftfröste bis in die Niederungen wurden erst am 7. November gemessen.

Um den 12. November gab es die erste Schneedecke (bis 1 Zentimeter) in den Hochlagen, und am 30. November lagen in Kalterherberg 5 Zentimeter und in Höfen 3 Zentimeter als Höchstwerte des Monats.

Die niedrigsten Lufttemperaturen des Monats konnten die Wetterbeobachter am Morgen des 29. und 30. November ablesen: -3,6 Grad in Kalterherberg, -3,7 Grad in Höfen, -2,3 Grad am Schulzentrum Monschau und -2,5 Grad in Aachen-Brand. Am Erdboden sanken die Werte in Kalterherberg über dünner Schneedecke bis -8,4 Grad am 30. November. Der November hat in den letzten 120 Jahren deutlich kältere Novembernächte hervorgebracht, wie im November 1890 in Aachen bis -13,2 Grad und in Monschau unter -15 Grad.

Zu niedrig fielen die Sonnenscheinsummen des Monats aus. An 13 Tagen versteckte sich die Sonne im Höhengebiet von Monschau den ganzen Tag. Hier einige Summen der Sonnenstunden aus dem Kreis Aachen: Alsdorf-Warden 73 Stunden, Windpark Schmidt und Aachen 58, Aachen-Brand 57, Windpark-Schöneseiffen 55, Schulzentrum Monschau 45 und im oberen Nationalpark rund um Kalterherberg nur 40 Stunden. Im Jahre 1912 wurde der bisherige November-Minusrekord von gerade mal 13 Sonnenstunden im Raum Aachen gemessen.

Nur selten zeigte der November in diesem Jahr sein stürmisches Gesicht, nur am 23. November wurden Böen der Stärke 8 notiert. 77 km/h in Aachen, 76 km/h in Alsdorf, 70 km/h am Windpark Schöneseiffen und 65 km/h in Kalterherberg.

Hinsichtlich der Niederschläge war besonders die zweite Monatshälfte sehr ergiebig, Hochdruckwetterlagen blieben eine Fehlanzeige. Folgende überdurchschnittliche Monatssummen addierten die Beobachter an den Stationen (in Klammer die Abweichung vom Mittelwert): Mont Rigi im Venn 156 l/qm (124 Prozent), Kalterherberg 138 l (108 Prozent), Roetgen 119 l (122 Prozent), Höfen 113 l (118 Prozent), Aachen Brand 112 l, Monschau 106 l (88 Prozent), Simmerath-Strauch 79 l (81 Prozent) und nur 70 l/qm an der Deponie in Alsdorf-Warden.

Die höchste Schneedecke des Monats fiel am 30. rund um Höfen und Kalterherberg mit 3 bis 5 Zentimetern. In den frühen Morgenstunden dieses letzten Novembertages wurde es sogar bis in die Niederungen kurzzeitig ein wenig weiß.

(kjl)