Nordeifel: Wetter-Rückblick: Ein launischer Juni mit großer Trockenheit

Nordeifel: Wetter-Rückblick: Ein launischer Juni mit großer Trockenheit

Trotz einiger massiver, regionaler Unwetter und einer stark ausgeprägten Schafskälte stellte sich in weiten Teilen der Nordeifel und im Aachener Land im ersten Sommermonat Juni eine andauernde Dürre ein.

Die Mitteltemperatur des Monats erreichte in Kalterherberg 13,4 Grad, in Roetgen 14,6 Grad, in Simmerath 15,4 Grad und in Aachen-Orsbeck 15,5 Grad. Die Abweichung vom Mittel 1981-2010 betrug +0,1 im Flachland und bis zu +2,0 Grad oberhalb von 500 Meter.

Der mit Abstand heißeste Tag dieses ersten Sommermonats war der 5. Juni. Hier eine Auswahl der Maxima: 31,0 Grad in Aachen, 32,0 Grad in Simmerath und Roetgen, 30,1 Grad in Höfen und 28,9 Grad in Mützenich. Für das erste Monatsdrittel des Monats Juni waren dies die höchsten Werte seit Beginn der Messungen.

Die Zahl der Tage über 25 Grad als Ausdruck der Qualität des Sommers war leicht überdurchschnittlich (Simmerath 5, Kalterherberg 3).

Während der Schafskälte zur Monatsmitte (16. und 17.) wurden noch einmal Bodenfröste bis -2,4 Grad (Kalterherberg) in hochgelegenen Eifeltälern gemessen. Die Lufttemperatur sank im oberen Rurtal bis 0,8 Grad.

Als extrem kann man die Niederschlagssummen im Juni sicherlich bezeichnen. Nur kleinräumige Gewitter brachten örtlich eine Entlastung bei der anhaltenden Trockenheit. Landwirte und Hobbygärtner im gesamten Kreis Aachen hatten große Probleme und infolgedessen auch Ernteschäden.

In vielen Teilen des Kreises wurden nur 60-90 Prozent der Langzeitwerte beim Niederschlag erreicht. Hier einige Beispiele: Roetgen 80 l/qm (95 Prozent), Simmerath-Strauch 69 l (82 Prozent), Kalterherberg 64 l (68 Prozent), Höfen 61 l (79 Prozent), Aachen 48 l, Mützenich 47 l und Rurberg 45 l/qm (64 Prozent). Ausschlaggebend für die großen Differenzen waren die gewittrigen Regenfälle vom 12. und der Starkregen vom 22. Juni. Im Raum Roetgen fielen am 22. enorme 40,7 l, in Kalterherberg 31 l und in Strauch 34 l/qm.

Trotz des launischen Wetters schaffte es die Sonne im ersten Sommermonat eine ausgewogene bis überdurchschnittliche Bilanz (20-40 Prozent über den Mittelwerten) zu erzeugen. Besonders die Hochlagen wurden vom Sonnenschein bevorzugt, was folgende Zahlen zeigen: Schöneseiffen Windpark 246, Aachen 237, Kalterherberg 231 und Mützenich 201 Stunden.

(kjl)
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